Die Flurnamen von Gabsheim
2. Die Flurnamen in alphabetischer Reihenfolge
(vorläufiger Stand Januar 2017)


Acker -> Berg-, Heiden-, Kappes-, Klingelbeutel-, Ochsenacker; Rohr-, Schäädäcker.
Adam An des Adams Apfelbaum (GK 1965); mda. Am Oorems Abbelbååm (1987 mündl.). – 1625: Im Holtzweg oben bei Adams Apfelbaum (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 113). ca. 1700: ahm adams apfelbaum (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 42). ca. 1700: die gewandt an deß adams appelbaum (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 209). ca. 1700: Zwischen dem holzweg vndt der altzer Döll an deß adambs appelbaum genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 223, ähnl. 391). ca. 1700: untig der straß an deß adams appelbaum genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 372). ca. 1700: 5 Viertell an adams apfelbaum genannt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 504). ca. 1700: 1 Morgen zu aßmannsweid(en) ahn adams apfelbaum (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 542). 1835: An des Adams Apfelbaum (Brouillon). 1927: An Adams Apfelbaum (Palzer 1927, 196). ÷ Wohl nach einem ehemaligen Besitze benannt.
AffenbergAffenberg (Quelle?, bei Palzer 1927, 199, als jetzt nicht mehr gebräuchlicher Flurname bezeichnet). – Vielleicht Effenberg?
Albanusgärten – 1835: Albanusgärten (liegen zwischen Geißberg und Goldbach) (Brouillon). ÷ Benannt nach dem ehemaligen Besitzer, dem Kloster St. Alban vor Mainz.
Albig – 1304: item viii. jugera in via illorum de Albechin [= Albiger Weg?] (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: in via albichen (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). ca. 1307: I iug. apud viam Albechen apud dominum Wernherum de Sawlnheim (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). ÷ Palzer 1927, 199 bildet dazu wohl einen Flurnamem "Am Albiger Pfad", den er als 1304 bezeugten und jetzt nicht mehr gebräuchlichen Flurnamen aufführt. 
Alzey in:
Alzeyer DelleIn der Alzeyer Delle (GK 1965), mda. In de Alze
r Dell (Post 1987, 66) – ca. 1700: oben am holtzweg gegen der altzer döll, stoßt an den altzer pfadt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 19). 1750: obig der allzeyer däll (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1750: bey aßmanns weiden in der allzeyer däll (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: oben der alzeyer dell (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1920). 1835: In der Alzeyer Dell/Alzeier Delle (Brouillon).
Alzeyer Grund – 1556: 5 morgen im Alzeyer grundt (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 21v). 1562: Im Altzer Grund (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 30). 1596 (Abschr. 1779): II Morgen im Altzer grundt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 328r). 1615: Im Altzeyer Grund (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 100). 1624: ein Zweiteill vnden am altzheimer grundt stößt vf die saulheimer straß (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1665: Im Alzeyer Grund (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 457, 458). – Es ist zu überlegen, ob die Alzeyer Delle mit dem in historischen Belegen genannten Alzeyer Grund identisch ist.
Alzeyer Pfad  Der Alzeyer Pfad (außerörtlicher Wegname) (GK 1965); Am Alzeyer Pfad (GK 1965), mda. Åm Alze
r Paad (Post 1987, 66). – 1304: altzer Pfadt (Palzer 1927, 196). 1550 (Abschr. 1720): am Alzeyer Pfad (Bruderschaftsgut, zit. n. Palzer 1927, 147). 1596 (Abschr. 1779): Vier Morgen im Altzer pfadt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326r). 1596 (Abschr. 1779): VIII Morgen im Altzer pfadt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326v). 1606: Im Altzeierpfad (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 93). 1606: am Altzerpfad (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 95). 1624: zeucht durch den altzer Pfadt (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). ca. 1700: uffm stubberg unten ahm altzer pfad (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 14). ca. 1700: obig dem altzer pfad noch ahm stubberg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 107). ca. 1700: obig dem altzer pfadt neben der altzer döll gegen den stupberg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 307). 1722: ahn dem Alzer pfad bey dem Holtzweg (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 958). 1750: an dem alzeyer pfad (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: an dem altzeyer path (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1919). 1835: Alzeyer Pfad (Brouillon). 1835: Am Alzeyer/Alzeier Pfad (Brouillon).
÷ Alle Namen sind nach der Lage in Richtung der Stadt Alzey benannt.
Apfelbaum -> Adam
Äschenkaute – mda. In de Äschekaut (Post 1987, 66). – ca. 1700: hinter der Kirch, stoßt uf die eschen Kaut (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 28, ähnl. 477, 746). ca. 1700: in der Eschen Kaut stost vff den dorff graben ist jetz acker (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 966). 1721: i. d. Aschenkaut (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1750: acker in der Eschen Kauth, stoßt uff den dorf graben ... hinter der Kirch, stößt uf die Eschen Kauth (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1835: In der Aschenkaute (Brouillon). 1927: in der Aschenkaut (Palzer 1927, 156). ÷ Bestimmungswort zu mda. Äsche 'Asche' und Grundwort zu -> Kaute.
Asmannshecke – 1592: In Haßmers Hecken (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 67). 1596 (Abschr. 1779): Item II Morgen ohngefer ist abgesteint zu Aßmannshecken (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326v). 1616: Hinter Astmannshecken (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 102). ca. 1700: In der oster Wiß oder hinter astmans Heck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 577, ähnl. 989). ca. 1700: hinter astmansheck ahn der schinnt Kaut (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 930). 1721: hint. d. Aßmannshecken oder a. d. Schinkaut (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175).1750: Zu Aßmanns Hecken an der Dörrwieß (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: zwey morgen zu aßmans Hekh (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1918). – Von Palzer 1927, 199, als jetzt nicht mehr gebräuchlicher Flurname bezeichnet. ÷ Wohl nach dem Namen eines ehemaligen Besitzers.
Asmannsweiden Zu Asmannsweiden (GK 1965), mda. se Assmannswaire. – 1558: zu atzmaß weyden (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 23). ca. 1700: an astmans Weiden obig dem Odernheimer Weg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 20). ca. 1700: am Holtzweg stoßt von astmans weiden herauff vff den weg vndt geht der Winkler Weg dadurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 29). ca. 1700: Über astmans weiden am bibelheimer weg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 64). ca. 1700: Zu aßmans weyden in der Langgewant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 142). 1750: bey aßmanns weiden in der allzeyer däll (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: ein morgen obig aßmans weyden in der alzeyer dell (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1920). 1835: Zu Asmannsweiden (Brouillon).
Aspenklauer Am Aspenklauer (GK 1965), mda. Im Aschbe
rglauer (Post 1987, 66). – ca. 1700: im gelfeld Vntig dem aspen Klauer im grundt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 23). ca. 1700: in dem gelfeld besser herauff vntig dem aspen Klauer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 153). ca. 1700: der genante aspen klauer ist acker vndt wiß stost herauff vff den schornsh(eimer) weg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 955). 1763: im Asperklauer (Oberhof Dalberg, zit. n. Palzer 1927, 182). 1835: Im Aspenklauer (Brouillon). ÷ Das Bestimmungswort ist wohl zu mhd. aspe 'Espe' zu stellen, wobei die Mundartform durch ihr –er am Ende als sekundäre Weiterentwicklung zu erklären wäre. Zum Grundwort s. -> Klauer.
Aspitzweiden – mda. In Aschbizzwaire (Post 1987, 66). - ca. 1700: 3 Viertel zu aßpeßweiden im grund (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 899). ÷ Liegen in der Nähe der Alzeyer Delle, daher wohl identisch mit den -> Asmannsweiden??
Bacchusgasse – (moderner innerörtlicher Straßenname), im westlich des Ortes gelegenen Neubaugebiet (ab ca. 1998) dessen Straßennamen alle auf Traubensorten verweisen (Dornfelderweg, Silvaner-, Ortegastraße).
Bach -> Gelbfelder Bach (unter -> Gelbfeld); Gold-, Hinter-, Tal-, Wäschbach.
Bechtolsheim in: 
Bechtolsheimer Klauer Auf dem Bechtolsheimer Klauer (GK 1965); Im Bechtolsheimer Klauer (GK 1965), mda. Im Beescheldseme
r Glauer (Post 1987, 68). – ca. 1700: Vntig dem Odernh(eimer) Weg über dem bechtolßhe(imer) Klauer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 20). ca. 1700: in dem Bechtoßhei(mer) Klauer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 64). 1722: in dem Bechtoltsheimber Klauer (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 957). 1835: Im Bechtolsheimer Klauer (Brouillon). 1835: An dem Bechtolsheimer Klauer (Brouillon). 1835: Ober dem Bechtolsheimer Klauer (Brouillon). ÷ Zum Grundwort -> Klauer.
Bechtolsheimer LanggewannAuf der Bechtolsheimer Langgewann (GK 1965), mda. In de Beescheldseme
r Långgewånn (Post 1987, 68). – ca. 1700: obig dem bechtolsh(eimer) pfadt in der bechtolsh(eimer) Lang gewant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 113). 1835: In der Bechtolsheimer Langgewann (Brouillon). 
Bechtolsheimer Mark/GemarkungAuf der Bechtolsheimer Gemarkung (GK 1965), mda. Uff de Beescheldseme
r Gemåårig (Post 1987, 68). – 1304: extendit se an bertholdesheimer marken (Baur 1860-73, II Nr. 642, Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1304: zuhet an becholnisheim(er) marken (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). ca. 1307: iug. an Berhtolfsheimer marke prope dominum Joh. de Bertolfisheim (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304, mehrfach). 1556: stoßt vff die Bechtelßheimer gemarck (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 21v). 1665: auf d. Bechtolsh. Gemark (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 458). 1835: Auf der Bechtolsheimer Gemarkung (Brouillon). 
Bechtolsheimer Pfad  Am Bechtolsheimer Pfad (GK 1965), mda. Åm Beescheldseme
r Päädsche (mündlich 1990). – 1835: Am Bechtolsheimer Pfad (Brouillon).
Bechtolsheimer Weg – 1556: Acker am Bechtholßheimer weg (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 21r). 1592: Am Bechtolsheimerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 66). 1665: 2 Morg. zwisch Stettel u. Bechtolsh.weg (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 457, 458). 
÷ Nach der Lage in Richtung auf das Dorf Bechtolsheim benannt.

Bellenklauer – mda. Åm Belleglaiersche (Post 1987, 68). – 1785 im böllenklauer (Walldorf 1936, 19). ÷ Zum Grundwort s. -> Klauer.
Bemer -> Heiligenhäuschen.
Benn – In der Benn (GK 1965), mda. In de Benn (Post 1987, 68); Auf der Benn (GK 1965), mda. Uff de Benn (Post 1987, 68); An der Bennerhohl (GK 1965), mda. An de Bennerhohl. – 1304: It(em) q(uatt)uor jug(er)a an der bunden (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22).1304: item iv. jugera an der bunden (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: It. IIII. iugera an der bunden (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1304: in hen zarchen kinden bunde (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1477: It(em) trühe morgen off den bunen (Verpfändung von Grundstücken Henchin Stulenbergers von Geyspitzheim für ein Kapital von 20 Gulden an Ketgin von Geyspitzheim, LA Speyer Bestand U 298 Urk. 55). 1571: in der Bennen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 16, Nr. 38). 1589: in der Beunen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 56). 1594: in der Binnen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 74). 1596: in der Benden (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 78). 1596 (Abschr. 1779): Item III Vierttheil aus den V Vierttheilen in der Binnen gelegen, ist acker und garthen, und oben zue ein angewender (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327r, 329r). 1600: auf der Bennen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 83). 1615: auf der obersten Bennen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 100). 1624: Vff der Obersten bennen (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1624: I Morgen wingert vnt acker vf der bennen zeugt vber den schlet weg (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1658: in der Benten/Benden (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 454, 455). 1665: 5½ Morg. i. d. Benn (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 457). 1667: Drey Viertel [Weingarten] vff der Bennen (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). 1667: in der Benden (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: Vff der binn es geht der schlittweg da durch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 12). ca. 1700: Wingert in der binnen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 11). ca. 1700: Wingert in der Benn, vorn ahn der Hohl (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 89). ca. 1700: obig der binn Vffm grantz (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 348). 1750: Acker oben in der benn (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Ein morgen Ein Virtel wingartsfeld in der Benn (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1921). 1835: Benner Hohl (außerörtlicher Wegname) (Brouillon). 1835: Auf der Benn (Brouillon). 1835: In der Benn (Brouillon). 1835: An der Bennerhohl (Brouillon). 1927: in der Benn (Palzer 1927, 157). ÷ Wie die ältesten Belege zeigen, gehört das Wort zu mhd. biunde 'freies, besonderem Anbau vorbehaltenes und eingezäuntes Grundstück'. Die Lautentwicklung geht von Bünde > Bünne > Binne > Binn > Benn.
Bennengarten – 1596 (Abschr. 1779): 2 Morgen [Weinberg] uf dem Binnen garthen gelegen ist wüst (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327v). ca. 1700: ist ein baumfelt der binegarten genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1020). 1721: ½ Morgen Baumfeld in den Bennen, Bennengarten genannt (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 176). 1746: Der sogenannte Bennengarten ¼ Morgen groß (Testament C. Ph. v. Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 243). ÷ Zum Bestimmungswort s. -> Benn.
Berg Auf dem Berg (GK 1965), mda. Uffm Beerig (Post 1987, 68). – 1561: auf dem Berg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 26). 1589: 1 Morgen Weingart vfm berg (Zinsbeforchung HStA Darmst. O1A 38/5, 162v). 1590: Auf dem Berg gegen dem Thornpfad (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 58). 1591: auf dem Berg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 60). 1596 (Abschr. 1779): V Viertheil aufm Berg, so Weingart und Wüst (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 330v). 1596 (Abschr. 1779): einen Weingart auf Bergh (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 332v). 1665: ½ Morg. Wingert auf dem Berg (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 458). 1667: vffm Berg (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: ufm Berg, obig der Mentz (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 16). ca. 1700: Wingert vffm berg Vntig dem holweg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 24). ca. 1700: Vffm berg obig der platt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 25). 1721: auf d. Berg (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 176). 1722: Ein halber Morgen uf dem Berg, obig der pladt, stoßt uf die schornßheimber gemark (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 963). 1750: uff dem berg untig dem hohlweeg, stoßt uff schornsheimer gemark (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: ein Virtel auff dem berg (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1920). 1835: Auf dem Berg (Brouillon). – Vgl. -> Affen-, Burg-, Erbes-, Effen-, Gulden-, Hechen-, Herrn-, Hexel-, Michels-, Schanzen-, Stub-, Wester-, Wingertsberg, Winklerberg (unter -> Winkel), Weißer Berg.
Bergacker – 1750: uff dem berg acker, geg(en) der blatt (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]).
Biebelnheim in:
Biebelnheimer LanggewannIn der Biebelnheimer Langgewann (GK 1965); 1835: In der Biebelnheimer Langgewann (Brouillon).
Biebelnheimer Mark/Gemarkung – Auf der Biebelnheimer Gemarkung (GK 1965), mda. Uff de Biebelme
r Gemåårig (Post 1987, 69). – 1304: item alterum dimidium juger an bibelnheimer marke (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: It. alterum dimidium iugerum an bibelnheymer marke (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1304: an bibilnheim(er) marken (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1559: Zihen vff die Bibelnheimer gemarckh (Güter des Peter- und Paul-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 113v). 1835: Auf der Biebelnheimer Gemarkung (Brouillon). 
Biebelnheimer Straße – 1835: Biebelnheimer Straße (außerörtlicher Wegname), verläuft etwa von der Wörrstadter Langgewann bis zur Biebelnheimer Langgewann (Brouillon). 
Biebelnheimer WegDer Biebelnheimer Weg (außerörtlicher Wegname) (GK 1965); Am Biebelnheimer Weg (GK 1965), mda. Åm Biebelme
r Weeg. – ca. 1307: IIII iug. et quart. bi Bibelheimer wege nebent hern Storen (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1500: am Biebelnheimerweg (Lehenbrief Weinheimer, zit. n. Palzer 1927, 159). 1571: Am Bibelheimerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 38). 1596 (Abschr. 1779): in den Sechszehen Morgen am Bibelheimer Weg (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 325r). 1596 (Abschr. 1779): im Biebelheimer wege (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 328r). 1722: ahn dem bibelnheimber weg (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 958 mehrmals). 1750: an dem biebelnheimer weeg (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Ein morgen an dem Biebelheimer weeg (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1918). 1835: Im Biebelnheimer Weg (Brouillon). 1835: Am Biebelnheimer Weg (Brouillon)
Nach der Lage in Richtung auf das Dorf Biebelnheim benannt.

Bokelheim – 1500: am Bokelheimer Weg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 13, Nr. 4). Möglicherweise verlesen aus Biebelheimer Weg.
Bockengarten – 1588: hinder der Kirchen beim Bockhen gartten (Hexenprozess 1588, HStA Darmstadt O1A, 41/9 Bl. 105v). 1667: im Bokhen garten (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5).
Bockenzaun Am Bockenzaun (GK 1965), mda. Boggezau. – 1370: Item zweyer Morgen zu Bockrezun geforch Buben von Geispesheim (Lehenbrief Heinr. II von Sponheim, zit. n. Palzer 1927, 158). 1500: 2 Morgen zu Bockszaun (Lehenbrief Weinheimer, zit. n. Palzer 1927, 159). 1596 (Abschr. 1779): Ein Morgen in den Zweien Morgen zu Bockhenzaun (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 325v). ca. 1700: vor der oberpfort ahm bocken Zaun (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 27, ähnlich 206). ca. 1700: Wingert an dem bocken Zaun vndter der hol (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 73). 1721: an der Hohl, oder zu Bockenzäune (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1835: Am Bockenzaun (Brouillon). ÷ Nach einem ehemaligen Gehege für Böcke? oder nach einem Personenname?
Borkrech Am Borkrech (GK 1965), mda. Åm Bo
rgeresch (Post 1987, 70); Auf dem Borkrech (GK 1965); Unter dem/der (!) Borkrech (GK 1965). – 1500: Burgrech, Borkrech (Quelle?, Palzer 1927, 196). 1577: am Burkrich (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 16, Nr. 46). 1589: Acker vf dem Burgrich (Zinsbeforchung HStA Darmst. O1A 38/5164v). 1600: Auf dem Burghrech (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 83). 1616: hinterm Burgrech (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 102). 1667: Acker am Borgkröch (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: Kappes acker untig dem borgrech stoßt in die wißen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 11). Vntig dem borgrech ist acker vndt busch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 492). 1750: auf dem Mentzerweeg, stoßt nicht auff den borchrech ... uff dem borchrech hat einen schlüssell (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1721: am Burgrech auf den Mainzerweg stoßend (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1770: fünf morgen an dem Borgkrech (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1920). 1835: Am Borkrech (Brouillon). 1835: Unter dem (der (!) 1 mal) Borkrech (Brouillon). 1927: am Borkrech (Palzer 1927, 156). – Das Bestimmungswort gehört, wie die historischen Belege zeigen zu Burg, zum Grundwort s. -> Rech.
Born – 1370: sechs Morgen an dem Borne (Lehenbrief Heinr. II von Sponheim, zit. n. Palzer 1927, 158). – Vgl. -> Gems-, Lau-, Läus-, Sabeborn; Stettel (Stetteler Born) und Brunnen. ÷ Alle Belege des 16.-17. Jahrhunderts lauten Born, davor und danach Brunnen.
Breitengarten – 1750: vor der obern pforten der breiten garthen genant (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). ÷ Zu Breite 'ausgebreitetes Gelände'?
BreitwieseDie Breitwiese (einzelnes Grundstück im Gelbfeld, Palzer 1927, 200).
Brunnen a. 1477: 3 Morgen off den brunnen (Verpfändung von Grundstücken Henchin Stulenbergers von Geyspitzheim für ein Kapital von 20 Gulden an Ketgin von Geyspitzheim, LA Speyer Bestand U 298 Urk. 55). S. auch -> Teufelsbrünnchen; Stettel (Stetteler Brunnen) und Born. ÷ Vgl. -> Born.
Burgberg – 1500: Burgberg (Quelle?, Palzer 1927, 198). 1572 kauft Heinrich von Geispitzheim die Mühle oben am Flecken Geispitzheim gelegen hinter dem Burgberg (Palzer 235). Ohne Jahr: Oben am Flecken hinter dem Burgberg, wie es in den Dalberg-Akten heißt (Palzer 1927, 107). Der Schanzenberg wurde früher (z.B. Urkunde v. J. 1596) der Burgberg genannt (Palzer 88/89). 1612: Vber erkauffte Geispießheimische Mahlmühl nieder dem Burckbergk zue gedachtem Geispießheim (Verkauf Mühle, HStA Darmstadt Best. B 15 Nr. 555). 1612: Ihre Mahlmühl, mit allen derer Zuegehör, nechst am Flecken Geispießheim, Dalbergischer Obrigkeyt am Burckbergk gelegen (Verkauf Mühle, HStA Darmstadt Best. B 15 Nr. 555). ÷ Nach der Lage zur Burg.
Burgweg – 1579: den wegk, den man nennet den Burgkweg, von dem Schornsheimer weg an, biß an die Nordelßheimer gemarckh (Gabsheimer Weistum, HStA Darmst. Best. O 1 A, Nr. 19, Bl. 52v). 1596 (Abschr. 1779): Item III Morgen aus den V Morgen, Wüst im Burckwege das nechste theil nacher heime zue ist überzwerch geteilt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 329r). 1596 (Abschr. 1779): dritthalb Morgen aus den fünff Morgen, wüst auf dem Burckwege, unden zu die Bruderschafft geforcht (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 331r). ÷ Offensichtlich bezeichnen die obengenannten Namen zwei verschiedene Wege. Der eine, 1579 bezeugt, liegt nordöstlich des Dorfes, die anderen wohl bei der Mühle. Palzer 1927, 200, bezieht sich auf die letzteren, lokalisiert sie am Schanzenberg und bezeichnet ihn als jetzt nicht mehr gebräuchlichen Flurnamen.
Burgrech s. -> Borkrech.
Busch – 1556: Item ein Morgen vngeverdt vf maßung Busch stößt in die obgenante drey morgen neben der Spißheimer gemarck (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 21v). – Kurzform für -> Hasselbusch?
Corret – ca. 1700: am Leißborn im Corret genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 247). ca. 1700: Wingert vntent dem herrnberg im Corret genant hat ein schlissel (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 833, ähnl. 878). ÷ Deutung?
Dachsgewann In der Dachsgewann (GK 1965), mda. In de Daggsgewånn (Post 1987, 72). – 1835: In der Dachsgewann (Brouillon). 1927: In der Dachsgewann (Palzer 1927, 196). ÷ Nach einem ehemaligen Dachsbau?
Delle -> Alzey
Diebspfad Der Diebspfad (außerörtlicher Wegname) (GK 1965), Am Diebspfad (GK 1965). – 1562: anderthalb morgen vf dem Geißpißheimer weg, Zeucht vber den dippath (Bestandsbrief Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1596 (Abschr. 1779): Item II Morgen im Diebspfad (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326v). 1625: im Diebspfad (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 114). ca. 1700: in der Lang gewant hinunters geht der Diebpfat da durch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 24). ca. 1700: auff dem Vmbgang get der Diebpfad da durch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1051). ca. 1700: ahm schlittweg, der diebpfad geht dadurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 27). ca. 1700: 1½ Morg(en) in der Lang gewannt, stoßt uf die schornsheimber gemarck geht der diebpfad dardurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 58). 1722: Vier Morgen zu pfütz, stoßt uf den schlitweg, undt geht der diebpfad dadurch (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 962). 1722: Ein Morgen ahn dem Diebpfad, stoßt uf die so genannte 12 Morgen (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst.
Best. F2, Nr. 83/1, 962). 1835: Diebspfad (Brouillon). 1835: Diebspfad (Brouillon). 1835: Am Diebspfad (Brouillon). ÷ Flurnamen-Bezeichnungen wie Diebweg, Diebspfad sind häufig volksetymologische Umstellungen zu Dietweg, -pfad, womit überörtlicheVerkehrswege, Heerstraßen bezeichnet wurden. Das Bestimmungswort gehört zu ahd. thiot, mhd. diet 'Volk, Leute'. Echte Diebwege sind Wege, auf denen Verurteilte zur Hinrichtung geführt wurden (Ramge, H. 1979, 97).
Dorfgraben – Hinter dem Dorfgraben (GK 1965), mda. Hinne
rm Dorfgraawe (Post 1987, 74). – 1579: vff den dorffgraben (Gabsheimer Weistum, HStA Darmst. Best. O 1 A, Nr. 19, Bl. 54r). 1559: anerderthalben Morgen acker hinder der kirchen, stoßt vff den Dorffgraben (Güter des Peter- und Paul-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 113r). 1624: hinden herumb der Dorfgraffen (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). ca. 1700: vor der Oberpfort ahm dorfgraben (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 90). ca. 1700: acker hinter der Kirch stost vff den Dorff graben (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 189). 1750: stoßt uf den dorfgraben (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1750: acker in der Eschen Kauth, stoßt uff den dorf graben (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). – 1835: Der Dorfgraben (Brouillon); 1835: Hinter dem Dorfgraben (Brouillon). ÷ Der sich um das Dorf herumziehende obere und untere Dorfgraben wurde nach dem Gabsheimer Schöffenweistum im Jahr 1512 ganz umgangen und musste überall drei Maßruten weit sein (zit. Palzer 1927, 374).
Dornfelderweg (moderner innerörtlicher Straßenname), vgl.-> Bacchusgasse.
Dornpfad Am Dornpfad (GK 1965), mda. Åm Do
rnpaad (Post 1987, 74). – 1500: am Dornpfad (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 13, Nr. 4). 1590: Auf dem Berg gegen dem Thornpfad (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 58). 1627: im Dornpfad (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 117). 1667: ein halben morgen weingart vnden am dornpfad in der Maintz (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: uff dem berg obig dem Dornpfat (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 69). ca. 1700: Wingert ahm dornpfad in der platt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 27). ca. 1700: Wingert vff dem berg obig dem Dornpfadt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 157). ca. 1700: Wingert vff dem plätgen am Dornpfat (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 292). 1835: Am Dornpfad (Brouillon).
Dörrwiese – 1577: In der Dörrwiesen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 16, Nr. 44). ca. 1700: In der oster wiß vordiesem vff der dörrwiß geheissen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 84). ca. 1700: In der osterwiß vntig der schindtkaut zuvor die dörrwies genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 593). 1721: Wiesen u. Acker am Effenrech, die Dörrwies genannt, bei dem großen Weiher (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 176, ähnl. 623). 1722: Ein Morgen in der Dörrwieß oder bey der schint Kauth [...] ist vor Zeit ein Dörrwieß geweßen (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 956). 1750: an der Dörrwies ... an dem esbenrech, die Dörrwies genannt (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). – Nach Palzer 1927, 200 heute nicht mehr gebräuchlich. ÷ Benennung wegen des trockenen Untergrunds.
Dreispitz – mda. Ån de Draischbizz (Post 1987, 75). ÷ Wegen der dreieckigen Form zwischen Goldbach und Straße nach Bechtolsheim.
Düdenborn – 1516: Zu Düdenborn (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 13, Nr. 6). ÷ Zu Gabsheim?
Dürrenpfad – 1596: im Duerrenpfad (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 78). Möglicherweise zu -> Dornpfad.
Ecke – ca. 1307: IIII iug. an der eken (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304).
Effengarten Ober den Effengärten (GK 1965). ). – 1588: In den effen garten (Hexenprozess 1588, HStA Darmstadt O1A, 41/9 Bl. 69r). ca. 1700: Untig dem schornsh(eimer) Weg an den Effengerten (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 21). ca. 1700: Wiß in der oster Wiß rechter hant am Effen garten vnten am grantz (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 33). ca. 1700: Wißen garten ist Zwar jetz acker bey der Kegelban am Effen garten (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 85). ca. 1700: vor der Unteren pfort bey dem effengart(en) (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 90). ca. 1700: 1 placken Kappes bordt vor der Unter pfort am Effen garten (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 708). ca. 1700: ein graßgarten an dem Effengarten ist ein 3.spitz (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 967). 1763: am Effengarten hinter der Heck (Oberhof Dalberg, zit. n. Palzer 1927, 182). 1835: Ober dem Effengarten (Brouillon). 1927: Ober dem Effengarten (Palzer 1927, 196). ÷ Zum Bestimmungswort s. -> Effenrech.
Effenrech Am Effenrech (GK 1965), mda. Åm Efferesch (Post 1987, 76). – 1583: Item hat die Gemeint gerucht (festgelegt) ein Weg von der Nordelßheimer Gemarcken an durch das Dorf unter den Effenrech fürehin biß an die Straß (Schöffenweistum, zit. n. Palzer 1927, 373). 1625: am Efferich (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 109). ca. 1700: Wingert an dem Spißheim(er) weg stost vff den Effenrech (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 246). 1721: Wiesen u. Acker am Effenrech, die Dörrwies genannt, bei dem großen Weiher (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 176). 1750: an dem effenrech, die dörrwies genannt ... in dem effenrech und ist noch mit 15 effenbäumen (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Ein Virtel auf dem Effen Rech(Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1922). 1832: zehn Ruthen Feld samt den darauf stehenden Effen, in dem Bann von Gabsheim, Effen Rech genant (Urkunde Grundstücksverkauf, Privatbesitz Post). 1835: Effenrech (Brouillon). 1835: Am Effenrech (Brouillon). ÷ Effe ist die in Rheinhessen und andernorts übliche Bezeichnung für die Ulme (Ulmus campestris), 1150 als iffa bei Hildegard von Bingen bezeugt. Südhess. Wörterbuch III 884 Iffe. – Zum Grundwort s. -> Rech.

Ehr - 1410: drie morgen ackers off der eyrden (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129).1410: Vier morge(n) ackers of der yrden hinder der kirche (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). ÷ Der Name Ehr findet sich auch im Zornheimer Flurnamen an der Ehr (Zernecke, W.-D. 1991, Nr. 247), der zu Erde, Err, Irr 'zeitweise unbebauter Boden' zu stellen ist. Vgl. -> Obenöhr.
Eichbaum Am Eichbaum (Straßenname), seit ca. 1995. ÷ Benennung nach einer 1913 gepflanzten freistehenden Eiche, an der letzen Kurve vor Gabsheim rechts der von Biebelnheim herführenden Straße.
Eichenrech Am Eichenrech (GK 1965), mda. Åm Ååscheresch (Post 1987, 65). – 1835: Am Eichenrech (Brouillon). 1927: Am Eichenrech (Palzer 1927, 196). ÷ Zum Grundwort s. -> Rech.
Eichgarten – ca. 1700: in den speyer garten der Eychgarten genant weil viel Eychbäum darauf stehen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1054).
EichlochAm Eichlocher Pfad (Palzer 1927, 117, 199). 1410: anderhalben morge(n) an dem Eichloch(er) Pade (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1470: Am Eichlocher Pfad (Quelle?, Palzer 1927, 199). 1556: 1 Morgen am Eychellocher Pfad (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 22v). ÷ Diese Flurbezeichnung, nach dem Ortsnamen Eichloch ? (heute Rommersheim), wird von Palzer 1927, 117, 199 als "jetzt nicht mehr gebräuchlich" angegeben, war Wiesengelände. 
Erbesberg Auf dem Erbesberg (GK 1965), mda. Åm E
rwesbeerig (Post 1987, 77). – 1410: off Erweißberge (HStA Darmst. B 15/129). 1430 (Kopie 1442): off Erbeißberge (HStA Darmst. Best. C 1, Nr. 112/2, 102 v). 1477: It(em) eyn halben morgen off dem aerwiß berge (Verpfändung von Grundstücken Henchin Stulenbergers von Geyspitzheim für ein Kapital von 20 Gulden an Ketgin von Geyspitzheim, LA Speyer Bestand U 298 Urk. 55). 1550 (Abschr. 1720): auf dem Erbesberg oder Firmeswiesen (Bruderschaftsgut, zit. n. Palzer 1927, 147). 1593: Im Erbesberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 73). 1596: Im Erbesberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 79). 1596 (Abschr. 1779): II Morgen im Erbesberg (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 328v). 1596 (Abschr. 1779): II Morgen wüst feldt im Erbes Bergh (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 330r). 1600: auf dem Erbisberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 84). 1624: III Morgen vff dem Erbeßberg (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1627: auf dem Erbesberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 118). 1680: Uffm Erbeßborg (HStA Darmst. Best. E5 B 3, Konv. 455). 1627: auf dem Erbesberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 117). 1667: uffm Erbeßberg (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: Zu Söb gegen den Erbes berg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 145). ca. 1700: auff dem Erweß berg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 894). 1721: auf d. Erbesberg (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1750: uf dem Erbsberg, uf spiesheimer gemark ... noch ufm Erbsberg [u. ö] (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: auf dem Erbs Berg [mehrmals] (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1919). 1835: Auf dem Erbesberg (Brouillon). ÷ Bestimmungswort zu nhd. Erbse.
Erbesweg – 1304: It(em) alt(eru)m di(midiu)m jug(er) i(n) via pisar(um) (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: item alterum dimidium juger in uia pisarum (Baur 1860-73, II 642). 1304: It. alterum dimidium iugerum in via pisarum (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610).
Eschenkaut -> Äschenkaute.
Esel – 1549: zu Eßeln (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 14, Nr. 20). 1596: zu Esele (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 78). 1600: zu Esel (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 85). 1624: III Morgen zu Eßeln stoßen vf die Nordelßheimer gemarcken (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). ca. 1700: Wiß im gelfelt zu Eselen genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 664). ca. 1700: Wiß im gelfelt im Eck Zu eseln genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 41). ca. 1700: Wiß zu Esseln im gelfeld (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 159). ca. 1700: Wiß im gelfeld zu Esseln im Eck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 250, ähnl. 697). ÷ Kaum zu Esel, hierher auch der Name -> Öseln?
Eselsring – ca. 1700: Vor der ober pfordt am Eselsring genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 172, ähnl. 184, 460, 580). ca. 1700: gegen der mühl stost vff den Esels ring (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 420). 1750: Vor der obern pforten an dem Eselring, stoßt uf den Dorfgraben (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). ca. 1700: Vor der ober pfordt stost vff den Esels ring ist baumfelt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 399, ähnl. 464). ca. 1700: vor der oberpfort ahm eselsrink genannt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 565). Von Palzer 1927, 200, als jetzt nicht mehr gebräuchlicher Flurname bezeichnet. ÷ Ringförmiger Weg, der von Eseln begangen wurde?
Flinte – mda. Uff de Flind (Post 1987, 79). ÷ Kein amtlicher Name; Formname, das Grundstück hat am Ende eine trapezförmige Verbreiterung.
Florfeld – 1596 (Abschr. 1779): Im Großen Florfeldt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326r, 328r, 329v). 1596 (Abschr. 1779): Im Kleinen Florfeld (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 330r). ÷ Die Namen sind synonym zu -> Großfeld bzw. -> Kleinfeld, sie sind übergeordnete Flurbezeichnungen.
Förmeswiese Förmeswiese (GK 1965); Zu Förmeswiese (GK 1965), mda. Se Fermeswiss. – 1410: Item vier morge(n) zu Vilmerswiese(n) (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1477: It(em) zwene morgen zu vielmarßwissen (Verpfändung von Grundstücken Henchin Stulenbergers von Geyspitzheim für ein Kapital von 20 Gulden an Ketgin von Geyspitzheim, LA Speyer Bestand U 298 Urk. 55). 1550 (Abschr. 1720): auf dem Erbesberg oder Firmeswiesen (Bruderschaftsgut, zit. n. Palzer 1927, 147). 1563: zu Firmerswiesen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 31). 1577: in Firmerswiesen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 16, Nr. 38 und S. 17, Nr. 47). 1627: In Fermerswiesen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 117). ca. 1700: Zu fermers Wiß in der Döll (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 19). ca. 1700: zu firmes wiß ahm holtzweg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 106). 1835: Förmeswiese (Brouillon). 1835: Zu Förmeswiese (Brouillon). 1927: zu Förmeswiese (Palzer 1927, 156, 197). ÷ Wie der Beleg von 1477 zeigt, gehört das Bestimmungswort wohl zu einem Besitzernamen *Vielmar.
Franzosenrech Am Franzosenrech (GK 1965), mda. Åm Frånzooseresch (Post 1987, 80). – Auf dem Franzosenrech (GK 1965). – 1835: Am Franzosenrech (Brouillon). 1835: Auf dem Franzosenrech (Brouillon). 1927: am/auf dem Franzosenrech (Palzer 1927, 145, 197). ÷ Wohl Benennung nach einem ehemaligen Franzosenlager. Zum Grundwort s. -> Rech.

Frauengasse - 1778: in der frauen gaß gegen des Juten stall 2 Stein gesetzt (Gemeinderechnung Belege Steinsetzung, HStA Darmst. M21 Gabsheim A 105). ÷ Wohl die Gasse (heute Reul), die zu dem Gut und den Gärten der Frauen von Tiefenthal führte, nebenan die ehemalige Judenschule.
Fuchsloch – 1410: Item nune viertel ackers off Foysloche (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1550 (Abschr. 1720): Weingart im Fuchsloch (Bruderschaftsgut, zit. n. Palzer 1927, 147). 1589: ¼ Weingart im Fuchs Loch (Zinsbeforchung HStA Darmst. O1A 38/5, 182r). 1667: ein halb morgen an den Fuchslöchern (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: Wingert vndt acker obig den fuchs löcher an der straß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 619). ca. 1700: obig der straß an den fuchslöchern zwischen dem Wingert (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 329). ca. 1700: an den fuchs Löcher an der straß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 395). ca. 1700: am spißheim(er) weg bey den fuchslöcher stoß vff die straß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 998). 1721: am Spiesheimerweg unter den Fuchslöchern (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 176). ÷ Der Beleg von 1410 zeigt noch Schwund des -ch-, das -y- ist Dehnungszeichen.
Fuchsrech Am Fuchsrech (GK 1965), mda. Åm Fuggseresch (Post 1987, 80). – 1835: Am Fuchsrech (Brouillon). 1927: Am Fuchsenrech (Palzer 1927, 196). ÷ Zum Grundwort s. -> Rech.
fünfzehn -> Morgen
Galgen – ca. 1700: Vffm stupberg stoßt gegen den galgen vff die Spiesh(eimer) gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 38, ähnl. 51, 644). ca. 1700: Zu winckel bey dem galgen stoßt vff die bibelh(eimer) gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 112, ähnl.308, 572, 614). ca. 1700: ufm stubberg, stoßt gegen den galgen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 293, ähnl. 894). ca. 1700: Zu Wünkel balt bey dem galgen stost vff die Biebelh(eimer) gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 815, ähnl. 1028). ÷ Bezeichnung der Flur "zu Winkel", weil dort bis zum Ende der Feudalzeit der Galgen stand. -> Galgengewann.
Galgengewann – ca. 1700: Zu Winckel stoßt vff die galgen gewant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 273, ähnl. 383). ca. 1700: oben vffem stupberg stost vff die galgen gewant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 769). 1927: "Die älteren Leute hört man sprechen von der Galgengewann" (Palzer 1927, 396). -> Galgen.
Garten -> Albanusgärten, Bennen-, Breiten-, Effen-, Eich-, Grau-, Herrngarten, Honiggärten, Karthäuser Garten, Keller-, Mühl-, Nonnen-, Speier-, Weed-, Weiergarten.
Geispfad Am Geispfad (GK 1965), mda. Åm Gååspååd (Post 1987, 81). – 1600: im Geispfad (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 85). 1665: am Geißpfad (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 458). ca. 1700: Zwischen dem geispfat vnd mentzer pfat (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 36). ca. 1700: hinter der Kirch ahm gaißpfad (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 607, ähnl. 774). ca. 1700: in dem gewentgen am gaßpfadt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 49). ca. 1700: Zwischen dem gaßpfadt vndt dem Mäntzer pfadt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 618). 1835: Am Geispfad (Brouillon). ÷ Bestimmungswort zu Geiß 'Ziege'.
GeißbergAm Geißberg (innerörtlicher Straßenname), 20. Jh., benannt nach der heute überbauten Erhebung Geißberg (bisher keine historischen Belege).
Gelbfeld Im Gelbfeld (GK 1965), mda. Im Geelfeld (Post 1987, 81); Der Gelbfelder Bach, Gewässer, das zwischen Gelbfeld und Borkrech nach Undenheim fließt (Katasterkarte 1:5000, nach 1970). – 1549: im geln velde (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 14, Nr. 20). 1596 (Abschr. 1779): Item III Vierttheil im geelfeldt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327r, 328v). 1603: Im Gelbfeld (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 89). 1624: II Morgen im geelfelt (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1625: im Gelbveldt (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 114). ca. 1700: in dem gelfeldt bey dem Klauer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 11). ca. 1700: im gelfeld Vntig dem aspen Klauer im grundt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 23). ca. 1700: in gelfelt vntig dem böllen kleüergen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 53). 1750: acker in dem geelfelt oben uff dem gleichen (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1835: Im Gelbfeld (Brouillon). ÷ Benennung wegen des gelblichen Bodens.
Gemarkung -> Bechtolsheim, Biebelnheim, Spiesheim, Wörrstadt; in frühen Quellen meist -> Mark.
Gemsborn Am Gemsborn (GK 1965); Im Gemsborn (GK 1965), mda. Im Gemsbo
rn (Post 1987, 82). – 1304: It(em) d(imidiu)m duale zu gimisbornen (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: item i. duale zu gimmisbornen (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: It. dimidium duale zu Gimmisbornen (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). ca. 1307: I iug. super stratum bi Gimesburnen, prope Bernam beginam (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1500: am Gemsbrunn (Lehenbrief Weinheimer, zit. n. Palzer 1927, 159). 1550 (Abschr. 1720): zu Gimbsborn (Bruderschaftsgut, zit. n. Palzer 1927, 147). 1566: im Gymbsborn (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 16, Nr. 34). 1596 (Abschr. 1779): Vierzehen Morgen zue gimmesburnen, geforcht den Kem(m)erer (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 325v). 1624: I Morgen zu Gempsborn ist ein klauer oder busch (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683).  1627: im Gemsborn (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 118). 1667: im gembßborn (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: 3 Viertel ahm gembßborn, stost uf die Saulheimber straß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 47). ca. 1700: an dem gämbs born der fluß get dadurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 169). 1721: im Gömsborn (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 176). 1835: Im Gemsborn (Brouillon). 1835: Am Gemsborn (Brouillon). – Im Katasterplan nach der Flurbereinigung nun Im Gembsborn. ÷ Deutung des Bestimmungswortes Gimis- ?
Gleichen – 1750: acker in dem geelfelt oben uff dem gleichen (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). ÷ Schwierig zu entscheiden, ob hier ein Flurname oder ein Appellativ vorliegt, sicherlich ist das Wort aber zu Gleich(e) 'Ebene, Hochfläche' zu stellen (Dittmaier 1967, 90).
Goldbach – mda. Die Goldbach (Post 1987, 84). – 1330: uf der gultbach (Beleg für Undenheim, Baur 1860-1873 III, Nr. 977). 1830: Gabsheim ... liegt 1 St. von Wörrstadt an dem Goldbach (Wagner, G. W. J.: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogtums Hessen, Bd. 2, Rheinhessen, Darmstadt 1830, S. 32.) Weitere Belege für Undenheim 1661-1801 (Curschmann 1967, 64). ÷ Wie in vielen westmittedeutschen Mundarten hat Bach feminines Genus: die Bach! Name des Bächleins, das am Südrand Gabsheims in west-östlicher Richtung nach Undenheim fließt und in die Selz mündet. In historischen Texten aus Gabsheim auch einfach nur Bach genannt. Seit 1999 auch Straßenname Am Goldbach. Die Benennung ist offensichtlich nicht einheitlich: Nach der Topographischen Karte 1: 25 000 (ca. 1980) des Landesvermessungsamtes wird (aus Gabsheimer Sicht: fälschlich) der Bach, der zwischen Gelbfeld und Borkrech nach Undenheim fließt "Goldbach" genannt. In der Katasterkarte nach der Flurbereinigung heißt er aber "Gelbfelder Bach", in Gabsheim "Talbach" (s. d.). Auch in Undenheim wird nach Curschmann 1967, S. 64, ein Bachabschnitt zwischen der an der Gemarkungsgrenze zu Gabsheim gelegenen Mündung eines aus der Schornsheimer Gemarkung kommenden Baches und des aus Gabsheim kommenden "Talbachs" auf die Länge von knapp 2 km bis zur Goldmühle als "Goldbach" bezeichnet. Danach heißt er bis zur Einmündung in die Selz "Weedbach, Langenbach, Bitzenbach, Sperrbach". In Undenheim wird dagegen der aus Gabsheim kommende und dort so genannte "Goldbach" als "Gabsheimer oder Nordelsheimer Bach" bezeichnet (Curschmann 1967, 61, 91. Ob das Bestimmungswort des Namens zu Gold gehört, ist fraglich, nach Curschmann 1967, 64 eher zu mhd. gülle 'Lache, Pfütze'.
Graugarten – 1927: der Graugarten (Palzer 1927, 156).
GraugasseGraugasse (innerörtlicher Straßenname) (GK 1965). – 1724: des Johannes Heüßers haus in d(er) grohgassen (Schatzungsbuch, DDA Mainz K 15 III, 6). 1775: Von einer Hofraiden in der grohgassen gelegen (Erneuerung Zinsverzeichnis HStA Darmst. O1A 38/5, 215r). 1927: Graugasse (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86). – In der Graugasse war der öffentliche Graubrunnen, der noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts genutzt wurde. Zwischen 1936 und 1945 Horst-Wessel-Straße. ÷ Nach der Farbe grau ?
Großfeld – In Güterverzeichnissen des Michels- und Peter- und Paul-Altargutes von 1556 und 1559, in Verzeichnissen Geispitzheimer Besitzes von 1596 oder 1750, im Gabsheimer Flurbuch um 1700 und auch im Verzeichnis des Schützengutes von 1722 wird die Gemarkung in übergeordnete Einheiten aufgeteilt, nämlich erstens das Großfeld oder Großes Florfeld, zweitens das Kleinfeld oder Kleines Florfeld und als drittes noch Wiesen und Gärten bzw. Weinberge. Das Großfeld erstreckt sich, grob gesehen, auf die südlich der Goldbach liegende Gemarkung, das Kleinfeld auf die davon nördlich gelegenen Teile. In manchen Urkunden wird zur Orientierung der Himmelsrichtung bei angrenzenden Grundstücken angegeben geforcht nach Rhein = etwa 'Nordosten' oder geforcht nach Wald = etwa 'Südwesten' (so Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., von 1596; HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 329v). In anderen, auch geforcht nach Bingen = etwa 'Nordosten' oder geforcht nach Worms = etwa 'Südwesten' 1722: (so Verzeichnis Schützengut Gabsheim, von 1722; HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 956 oder Liegenschaftsverzeichnis von Geispitzheim 1750, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1 [28]) sowie Verzeichnis der Güter der Frau von Yrsch von 1770, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1918). Im Flurbuch finden sich sowohl wie auch nach Rhein - nach Wald wie auch nach Bingen - nach Worms. Vgl. -> Florfeld.
GuldenbergIm Guldenberg (Quelle?, Datum?, von Palzer 1927, 200, als jetzt nicht mehr gebräuchlicher Flurname bezeichnet).
Hackmannshecke – 1579: Item der weg im Krantz genandt, ist vom gross(en) gemeinen weg an biß an hackmans Heckh ruet(en) weit, von hackmansheck an, neben aussen, biß vff die hinderbach, neben Juncker Friederichen vonn dalburg (Gabsheimer Weistum, HStA Darmst. Best. O 1 A, Nr. 19, Bl. 54v). ÷ Benennung nach einem Personennamen?
HadergasseHardergasse [!] (innerörtlicher Straßenname) (GK 1965); heute Hadergasse, mda. Hadergass – ca. 1700: ein 1/5 theil von einem garthen, so von Peter Wagner geerbt ihn der hatter gaß gelegen, stoßt vff den Dorffgraben (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1023). 1768 hoffraiden in der Harder gassen gelegen (HStA Darmst. Best M21 Gabsheim, B136,2). 1778: in der hater gaß 4 stein gesetzt ... noch in der hater gaß 1 Stein gesetzt (Gemeinderechnung Belege Steinsetzung, HStA Darmst. M21 Gabsheim A 105). 1927: Hadergasse (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86). ÷ Deutung des Bestimmungswortes anhand historischer Belege nicht unbedingt zu Hader 'Streit, Zank'.
Haderplatz – 1579: Item der weg zwuschen hanß bösen oben, vnden den Carteuser hern, Stöst vff den hader platz (Gabsheimer Weistum, HStA Darmst. O 1 B, Nr. 19, Bl. 54r). 1651: "Johann Peter v. Frankenbach ... hatte 1651 einen Garten beim Haderplatz angekauft" (Palzer 1927, 187). 1724: Joh. georg bekers haus ufm harder platz (Schatzungsbuch, DDA Mainz K 15 III, 6).
Haselbusch Am Hasselbusch (GK 1965), mda. Im Hasselbusch (Post 1987, 89). – 1589: ein Zweiteil acker im Hasell Busch (Zinsbeforchung HStA Darmst. O1A 38/5179v). 1594: Im Haselbusch (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 75). 1596 (Abschr. 1779): II Morgen im Haselbusch überzwerg getheilt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326v). 1596 (Abschr. 1779): anderthalb Morgen im Haßelbusch (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 328v). 1596 (Abschr. 1779): II Viertheil aufm Haselbusch (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 329r). 1600: im Haselbusch (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 85). 1603: im Haselbusch (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 90). 1627: im Haselbusch (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 117). 1667: Acker im Haselpusch (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: Wiß am haßelbusch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 10). ca. 1700: an dem Haselbusch stost an den rech vndt vff die Wißen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 48). ca. 1700: Wiß am Hasel busch vntig der prück (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 131). 1835: Am Hasselbusch (Brouillon). ÷ Deutung 'Haselgebüsch'.
Haubehecke – 1556: 5 morgen Ackers vff maßsung zue haubeheckenn, stößt vff die Saulheimer Straß (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 21v).

Haupemannshecke – 1588: So hinder der Haupemanns heckhen mit Kießeln vnd Waßer in ein alt düppen gemacht Vnd nach dem Stettel zugangen ... Sagt die Jung Kerßkernßen sei auch bei solchem Wetter machen geweß(en), hinder der haupemanes heckhen (Unwetterzauber mit Kieseln und Wasser in einem alten Topf; im Hexenprozess 1588, HStA Darmstadt O1A, 41/9 Bl. 105v). ÷ Benennung nach einem Personennamen?
HauptstraßeHauptstraße (innerörtlicher Straßenname) (GK 1965); früher: -> Langgasse.
Hechenberg – 1665: ¾ Morg. im Hechenberg (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 457). ÷ Bestimmungswort?
Hecke Hinter der Heck (GK 1965), mda. Hinne
r de Heck (Post 1987, 89). – 1602: hinter der Häcken (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 87). ca. 1700: 1 Morg(en) hinter der heck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 144). ca. 1700: Am Effen garten hinder der heck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 952). ca. 1700: hinder der heck bey dem Effengarten (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1032). 1763: hinter der Heck (Oberhof Dalberg, zit. n. Palzer 1927, 182). 1835: Hinter der Hecke (Brouillon). – Vgl. auch -> Asmanns-, Hackmanns-, Haube-, Haubemanns-, Heil-, Kirschenhecke.
Heerstraße – 1260: Item super strata que Herstraze dicitur iugera VIIII (Landverkauf Peters von Gabheim und seiner Frau Herlindis an das Kloster Eberbach, Rossel: Eberb. Urkundenbuch 2, 1, Nr. 350). 1304: item alterum dimidium iuger iuxta arborem herstrazen (Baur 1860-73, II Nr. 642, Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1304: an der herstrazen iuxta arborem (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). ca. 1307: VI iug. vf der herstrazen prope dominum Marcwardum (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). ca. 1307: i½ morg. indewendig der herstrasen apud Hern Struven. ca. 1307: II iug. an der Herstraßen prope dominos de Kronenberc (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). ÷ In anderen Quellen auch einfach "Straße", soll nach Palzer 1927, 198 identisch mit der -> Saulheimer Straße sein.
HeidenackerAuf dem Heidenacker (liegt im Gelbfeld im untersten Gewann am oberen hochliegenden Ende an der Schornsheimer Gemarkungsgrenze) (Palzer 1927, 11). ÷ Flurnamen mit dem Wortbestandteil Heiden- verweisen in der Regel auf frühgeschichtliche oder römerzeitliche Reste. Dies ist auch hier der Fall: Bronzefibeln, römisches Mauerwerk, römische Gräber, römische Münzen, Terra-Sigillata-Scherben (Palzer 1927, 11).
Heilheck – 1665: zu Heilheck (2 mal) (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 458). ca. 1700: Vntig der straß ober dem Mühlhebel zu heülhecken genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 146). ca. 1700: obig dem haßelbusch od(er) zu heülhecken genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1082, 1125). ca. 1700: 1½ Morgen zu heilhecken (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 465). ÷ Deutung?
Heiligenhaus, -häuschen Bemer heiligen Häuschen (GK 1965); Am Bemer Heiligen Häuschen (GK 1965); mda. Am Helljehaisje (1987 mündl.). – ca. 1700: Vor der ober pfordt bey dem heilig(en) heüßgen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 420). ca. 1700: Ein baumfelt vor der oberpfordt bey dem heyligen hauß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 32, ähnl. 124, 313, 468). ca. 1700: Vor der ober pfordt bey dem heylgenhauß stost vff den spißh(eimer) weg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 118). 1835: Am Bemer heilgen Häuschen (Brouillon). 1927: Am Bemer Heiligen Häuschen (Palzer 1927, 196). ÷ Deutet auf zwei verschwundene Heiligenhäuschen hin. Nach einer Gemeinde Rechnung von 1753 hat ein Maler in diesem Jahr Bilder in zwei Heiligen-Häuschen gemalt und zwei Kreuze an den Straßen gestrichen (Palzer 1927, 557/58); vgl. auch -> Kreuz (rotes, weißes).
Herrnberg – ca. 1700: Vffm Vmbgang ist etwas Wingert stoßt vff den Herrnberg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 31). ca. 1700: Vntig dem Herrn berg im Leißborn Wingerts felt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 157). 1763: der Herrnberg (Oberhof Dalberg, zit. n. Palzer 1927, 182). 1770: der Herrnberg wäre ... schon vor 80 Jahren, also schon der Pestzeit her, wild und wüst gelegener Weingarten gewesen (Gutachten Dalberg, zit. n. Palzer 1927, 181). ÷ Nach Palzer 1927, 181 ist dies das heutige -> Herrnfeld.
Herrnfeld Im Herrnfeld (GK 1965), mda. Im He
rrnfeld (Post 1987, 89). –1835: Im Herrnfeld (Brouillon). ÷ Ehemals im Besitz von geistlichen oder weltlichen Herren.
Herrngarten – 1583: zwischen dem Weedgarten und Herrngarten (Schöffenweistum, zit. n. Palzer 1927, 375).
Herrnpfad Am Herrnpfad (GK 1965). – ca. 1700: an dem Herrnpfadt der pfadt get dardurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 140). ca. 1700: Vff der binn geht der herrnpfadt da durch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1034). ca. 1700: Obig dem Herrenpfadt an dem gämbs born (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 957). 1835: Am Herrnpfad (Brouillon). 1927: Am/Im Herrnpfad (Palzer 1927, 197). ÷ Weg zum -> Herrnfeld.
Hexelberg Auf dem Hexelberg (GK 1965), mda. Åm Hegselbeerig (Post 1987, 89). – 1665: im Hexelberg (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 458, 459). 1625: Auf dem Hexelberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 109). ca. 1700: am holtzweg vndten am hexelberg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 63). ca. 1700: In dem Hexelberg gegen den stettler grundt stoßt uff die Undenhei(mer) gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 110). 1722: ahn dem Holtzweg ahm Hexelberg (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 956). 1722: ahn dem Hexelberg rechter hannt dem Holtzweg, stoßt uf die Undenheimber gemark (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 957). 1835: Auf dem Hexelberg (Brouillon). 1927: Auf dem Hexelberg (Palzer 1927, 197). Auch für die angrenzende Undenheimer Gemarkung 1611, 1712, 1731 belegt (Curschmann 1967, 72). ÷ Der Name, auch anderswo belegt, ist in seiner Deutung unklar (Zernicke, W.-D. 1991, Nr. 450).
Hexelweg – 1770: Ein morgen 3 Viertel an dem Hexelweeg stoßt auf den Holtzweeg (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1918). – Wohl Weg an den Hexelberg.
Hinterbach – 1558: an der Hinterbach (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 24). 1579: Item der weg im Krantz genandt, ist vom gross(en) gemeinen weg an biß an hackmans Heckh ruet(en) weit, von hackmansheck an, neben aussen, biß vff die hinderbach, neben Juncker Friederichen vonn dalburg (Gabsheimer Weistum, HStA Darmst. Best. O 1 A, Nr. 19, Bl. 54v). 
Hochgewann Auf der Hochgewann (GK 1965), mda. Uff de Hoochgewånn (Post 1987, 90). – ca. 1700: Uff der hochgewand undig am altzer pfad (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 35, ähnl. 613). ca. 1700: zu Winkel, stost uf die Hochgewant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 890). 1835: Auf der Hochgewann (Brouillon). 1927: Auf der Hochgewann (Palzer 1927, 152, 156, 197). ÷ Benennung nach der hochgelegenen Lage.
Hohenrain – 1260: Item in loco qui hoenrein dicitur quattuor iugera pro viginti quattuor marcis denariorum colon. (Landverkauf Peters von Gabheim und seiner Frau Herlindis an das Kloster Eberbach, Rossel: Eberb. Urkundenbuch 2, 1, Nr. 350). 1304: It(em) nove(m) quartalia zu hohenreine neben hen hermans kinden uon dune (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: item ix. quartalia zu hoheinreine (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: It. IX. quartalia zu hohenreine consulcanea pueris dni Hermanni de Duna (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). ca. 1307: iug. et dim. zem Hohenreine vnder der Schantzgessern (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). ÷ Lage an einem hohen Rain?. Vgl. -> Hohrech.
Hohenweg – 1539: am Hohnweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 14, Nr. 20).
Hohl – 1564: auf der Hole (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 34). 1592: auf der Hollen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 67, 70). 1596 (Abschr. 1779): 1 Morgen Weingart und acker auf der Hollen (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 331r). ca. 1700: Wingert in der benn, vorn bey der hohl (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 789). 1721: an der Hohl, oder zu Bockenzäune (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1722: Ein halber Morgen hinter der Kirch uf der hohl, stoßt uf den schlitweg (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 961). ÷ Kurzform für die Benner Hohl, s. -> Benn.
Hohlweg Im Hohlweg (GK 1965). – 1624: It(em) Ein Zweidell wingart vf dem hollweg stöst vf die schornsheimer gemarck (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1653 (Abschr. 1760): 3 ¼ Morgen oben an dem hohlen weeg, ziehen auf die Schornsheimer Gemarkung (Verkauf von Gütern und Einkünften, HStA Darmst. F 2 Nr. 141, S. 748). 1750: Weingarthen uff der blatt neben dem hohlweeg (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1835: Im Hohlweg (Brouillon).

Hohrech - 1410: Item sieben morge(n) zu Horich (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129 mehrfach). -> Vgl. Hohenrain.
Holzweg Auf dem Holzweg (GK 1965); Am Holzweg (2x, links und rechts der Straße nach Bechtolsheim) (GK 1965), mda. Åm Holzweeg (Post 1987, 90); Am Holzweg links (GK 1965). – 1304: ultra uiam que dicitur holzwec (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1304: an deme stetdale extendencia se in den holzwec (Baur 1860-73, II Nr. 642, Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1304: item ix. quartalia, que extenduat se offe den holzwec (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: anme stetdale zuhet herof nach deme holzwege ... zuhet uber den holzweg ... stozent off den holzweg (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). ca. 1307: V iug. am Holzwege apud Jacobum de Berhtolfsheim (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1436: an dem Holtzwege (Güterverpfändung Hamman und Jutta, HStA Darmst. Best. A 2 Nr. 63/1). 1549: am Holtzweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 14, Nr. 20). 1556: Acker neben dem holzweg, stößt vff die undenheimer gemarck (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 21r). 1559: neben dem Holzweeg (Güter des Peter- und Paul-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 113v). 1561: Am Holtzweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 25, 28). 1562: im Holzweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 30). 1577: Am Holtzweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 16, Nr. 42). 1596 (Abschr. 1779): I Zweittheil im Holtzweg (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326v). 1596 (Abschr. 1779): VII Viertheil im Holtz wege nach Rhein Hanß Hahn unden nacher Waldt ein angewender (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 329v). 1625: Im Holtzweg oben bei Adams Apfelbaum (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 113). ca. 1700: oben am holtzweg gegen der altzer döll, stoßt an den altzer pffadt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 19). ca. 1700: am Holtzweg stoßt von astmans weiden herauff vff den weg vndt geht der Wikler Weg dadurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 29). 1722: Drey Morgen ahn dem Holtzweg geht der alte städtler weg dadurch, geforcht nach Wombs den Holtzweg, nach Bingen die Herren Cartheüßer (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 956). 1722: ahn dem Holtzweg, bey dem städler Weingart (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 956). 1750: an dem Holtzweg ... oben rechter hand dem holtzweg (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]), 1750: obig der sandkauth, stoßt uf den holtzweeg (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1835: Holzweg (Brouillon). 1835: Am Holzweg (Brouillon). 1835: Am Holzweg links (Brouillon). 1835: Auf dem Holzweg (Brouillon). ÷ Der Holzweg, der auch in Undenheim schon so heißt, ist der Überrest eines alten Fernweges, der sich auf dem Höhenzug südlich von Gabsheim vorbeizieht. Er verläuft – unter verschiedenen Namen – quer durch Rheinhessen von Nierstein bis zum Naheknie bei Münster am Stein (Curschmann 1967, 74). Seinen Namen hat er, weil man auf ihm ins Holz (Brenn-, Bauholz) fuhr. Auch die Gabsheimer hatten früher das wohl aus der Bolander Zeit herrührende Recht, in dem Wald, der sich zwischen Kriegsfeld und dem Vorholz histreckt, Holz zu schlagen (mehr bei Palzer 1927, 335 ff.).
Honiggärten In den Honiggärten (GK 1965). – 1835: In den Honiggärten (Brouillon). 1927: In den Honiggärten (Palzer 1927, 197). ÷ Flurnamen mit Honig vereisen auf guten Boden oder auf das Vorhandensein von vielen Honig spendenden Pflanzen.
Horn Auf dem Horn (GK 1965), mda. Uffm Ho
rn (Post 1987, 90). – 1500: auf dem Horn (Lehenbrief Weinheimer, zit. n. Palzer 1927, 159). 1596 (Abschr. 1779): Zwen Morgen drey Viertel in den Sechs morgen auf dem Horn, geforcht Kem(m)erer (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 325v). 1627: auf dem Horn (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 116). ca. 1700: Uffm Horn ober dem borg rech (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 534). 1830 zweihundert Klafter Akerfeld im Bann von Gabsheim. Auf dem horn genant (Urkunde Grundstücksverkauf, Privatbesitz Post).1835: Auf dem Horn (Brouillon). 1927: Auf dem Horn (Palzer 1927, 197). ÷ Benennung nach der erhöhten Lage.
Judengasse – 1927: Judengasse (innerörtlicher Straßenname) (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86), heute -> Sackgasse. – 1838-1933: Judengäßchen Grundbuch der Gemeinde Gabsheim, I Teil, Band 1, S. 34-36 (HStA Darmst. M 21 Gabsheim A 20/1). Die Sackgasse von der Hauptstraße etwas schräg gegenüber der Hadergasse abzweigend, "heißt bis auf den heutigen Tag die Judengasse" (Palzer 1927, 268). ÷ Nach der ehemals hier seit 1740 vorhandenen Judenschule benannt, zu der auch Juden aus der Umgegend zusammenkamen (Palzer 1927, 264-268).
Kappesacker – 1721: i. d. Osterwiese bei den Kappesäckern (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1750: in der Osterwis, rechter hand stoßt auf die Kappesäcker (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1750: Acker unten in der rollgewandt bey denen Kappesäckern (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). Wie die zahlreichen Belege im Gabsheimer Flurbuch zeigen, handelt es sich in der Regel nicht um Flurnamen sondern um appellativische Bezeichnungen für Äcker, auf denen Kohl angebaut wurde. ÷ Das Bestimmungswort Kappes ist die Bezeichnung für 'Weißkohl', mhd. kabez, entlent aus lat. caputia.
Karthäuser Garten – 1835: Am Kathäusergarten (liegt zwischen dem Ende der heutigen Hadergasse und der Goldbach) (Brouillon). ÷ Benannt nach dem ehemaligen Karthäuser Hof zwischen der Hader- und Spitalgasse (Palzer 1927, 101).
Kaute
– Namengrundwort in – > Äschen-, Leimen-, Sand-, Schindkaute. ÷ Ein Wort, das in vielen westmitteldeutschen Mundarten in der Bedeutung 'Grube, Vertiefung' gebräuchlich ist. Mhd. kûte 'Loch'; mittel- und niederdeutsche Entsprechungen lauten Kute.

Kellergarten – ca. 1700: an dem Kellergarten got der schornßh(eimer) vndt Maintzer Weg da durch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 980). ca. 1700: hinter dem Cohr [Chor der Kirche] der Keller garten genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 424). ca. 1700: bey dem Dorff der Kellergarten genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 809). 1927: Im Kellergarten (=neuer Friedhof) (Palzer 1927, 153, 200), heute nicht mehr gebräuchlich. ÷ Nach der Lage bei ehemaligen, in die Erde gegrabenen Kellern? oder zu Keller 'Verwaltungsbeamter des Ortsherrn' ?
KirchbergKirchberg (innerörtlicher Straßenname). – 1927: Kirchberg (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86).
Kirche Hinter der Kirche (GK 1965), mda. Hinne
r de Kärsch (Post 1987, 94). – 1500: hinter der Kirche (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 13, Nr. 4). 1558: Hinter der Kirch (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 24). 1559: ein Viertell Weingarts hinder der Kirchen, ist ein Angewendter (Güter des Peter- und Paul-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 113r). 1561: Hinter der Kirch (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 26). 1665: hinter der Kirch (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 457). ca. 1700: Hinter der Kirch stoßt uff den Dalpfadt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 23). ca. 1700: Wingert hinter der Kirch ober dem Dalpfadt stost vff den schlittweg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 46). ca. 1700: ½ Morg(en) Wingertsrod hinter der Kirch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 116). 1722: Ein halber Morgen hinter der Kirch uf der hohl, stoßt uf den schlitweg (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 961). 1750: hinter der Kirch, stößt uf die Eschen Kauth (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: zwey Virtel hinter der Kirch (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1920). – 1835: Hinter der Kirche (Brouillon).
KirchgasseKirchgasse (innerörtlicher Straßenname) (GK 1965), mda. Kärschgass. – 1579: an der kirchgassen (Gabsheimer Weistum, HStA Darmst. Best. O 1 A, Nr. 19, Bl. 54r). 1624: ein behaußung ... in der Kirch gaßen gelegen (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1927: Kirchgasse (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86).
Kirschenhecke – 1556: 3 morgen neben dem Spießheimer Weg an den Kirßheckenn (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 22r). 1665: an der Kirschenheck (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 458). ÷ Lage an Kirschbaumhecken.
Kirschenrech – 1665: ein Stück wüst Feld am Kirschenrech (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 458). ca. 1700: acker ohngefehr gantz drob(en) zu seb genannt zum Kirsch(en) rech, jetzt gerodet zum Wingert (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 897). ÷ Zum Grundwort s. -> Rech.
Klauer Namengrundwort in -> Aspen-, Bellenklauer, oder Namenbestandteil s. -> Bechtolsheim, Langesen, Pitz, Stettel. ÷ Klauer ist ein typisches rheinhessisches Kennwort. Heute jedoch meist nur noch in Namen gebraucht. Urprüngliche Bedeutung: '(feuchtes) mit Weiden, Erlen, Ulmen oder sonstigen Bäumen oder Sträuchern bestandenes Grundstück'. In historischen Gabsheimer Texten deutlich auch als Apellativ gebraucht: 1560: Item drey Morgen Weingart, item drey Morgen drey Viertel Wiesen, Garten undt Klauer, item viertzig Morgen Ackher (Verpachtung des Michelsgutes, zit. n. Palzer 1927, 447). ÷ Zur Etymologie gibt die Monographie von W. Kleiber/W.-D. Zernecke Auskunft: "Der Klauer. Ein rheinhessischer Flurname. Dokumentation und Deutung" Mainz 1996 (Abh. der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Geistes- und Sozialwiss. Klasse 1996, Nr. 7).
Kleinfeld – übergeordnete Gemarkungseinteilung. 1556: Vfs Kleinfeldt (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 22r). 1596 (Abschr. 1779): Im Klein Feldt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326v, 328v). ca. 1700: in der Langewant vff dem Kleinfeldt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 425). 1722: Klein feldt (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 961). Vgl -> Großfeld.
Klingel(beutel)acker – ca. 1700: hinter der Kirch ... der Klingel acker (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 618). ca. 1700: 1 morgen vff der binn an dem hohlweg vndt get der hohlweg da durch, ist der acker vor den klingel beütel (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1095). ÷ Acker, dessen Nutzung dem Kirchendiener vorbehalten war?
Kohlwiese – ca. 1700: 1 Viertell ahm Haselbusch, die Kohlwiß genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 605). ca. 1700: ahm haselbusch neben denen wißen die Kohlwiß genannt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 834, ähnl. 862). Die Kohlwiese (einzelnes Grundstück am Alzeyer Pfad, Name nicht mehr gebräuchlich, Palzer 1927, 201). ÷ Bestimmungswort Kohl 'Raps'.
Kranz Auf dem Kranz/Krans (GK 1965), mda. Uffm Grånz (Post 1987, 85). – 1579: Item der weg im Krantz genandt, ist vom gross(en) gemeinen weg an biß an hackmans Heckh ruet(en) weit, von hackmansheck an, neben aussen, biß vff die hinderbach, neben Juncker Friederichen vonn dalburg (Gabsheimer Weistum, HStA Darmst. Best. O 1 A, Nr. 19, Bl. 54v). 1600: auf dem Crantz (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 85). 1601: im Krantz (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 86). 1667: Ein halben morgen vffm grantz vberzwerch getheilt (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: Wiß in der oster Wiß rechter hant am Effen garten vnten am grantz (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 33). ca. 1700: Wingart vndt acker in der bin stost vff den Krantz der schlidtweg get da durch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 120). ca. 1700: obig der binn Vffm grantz (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 348, ähnl. 920). 1735: uff dem Krantz (HStA Darmst. Best. C 1, Nr. 84, 197r). 1835: Auf dem Kranz (Brouillon). 1927: Auf dem Kranz (Palzer 1927, 197). ÷ Der Name kennzeichnet die Form eines bogenförmigen Abhangs (Zermecke, W. 1991, Nr. 296).
Kreuz – ca. 1700: an dem roten Kreitz stoßt vff den Holtzweg vndt geht der bibelheimer weg dadurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1131, ähnl. 677). ca. 1700: bei dem roten Creütz, gehen Odernh(eimer) u. Biebelheimer Weg durch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1044). ca. 1700: an dem Holtzweg obig dem roten Kreutz (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 208, ähnl. 372, 597). ca. 1700: an dem holtzweg obig dem roden Kreutz stost gegen astmans weyden (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 307). ca. 1700: bey dem roden Kreitz vntig dem odernh(eimer) weg stost vff den holtzweg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1055). ca. 1700: an dem schlittweg bey dem Weißen Creutz stost vff die straß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 291, ähnl. 176, 459, 1017). 1721: bei dem weißen Kreuz stoßt auf d. Straß nach Bingen zu Schlittweg (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 176). 1722: dridhalb Morgen ahn dem rothen Creütz, stoßt uf den Holtzweg, und gehet der bibelnheimber weg dadurch (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 957). ca. 1700: ½ Morgen am steinen Creütz, wormbs der Schlittweg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 464). ÷ Nach Palzer 1927, 199/200 handelt es sich beim Weißen Kreuz um eine Stelle an der Kreuzung Saulheimer Straße – Wörrstadter Weg und beim Roten Kreuz um eine Stelle "ober der Biebelnheimer Hohl, wo vor dem Chausseebau der Odernheimer und Biebelnheimer Weg sich gabelten". An diesen Stellen standen wohl Feldkreuze, vgl. -> Heiligenhäuschen.
Kühchen – ca. 1700: Untig dem Dauben rech im Kügenn genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 40 und 51). ca. 1700: Wiß im Thal untig dem Kügen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 103). ca. 1700: Im Thal im Kügen genannt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 139, ähnl. 474). ca. 1700: Wingert od(er) baumfelt vntig der pladt bey dem kügen genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 214, ähnl. 487). 1775: Acker in dem Dahl im Kühgen genannt (Erneuerung Zinsverzeichnis HStA Darmst. O1A 38/5, 214r). – Von Palzer 1927, 200, als ehemaliges Wingertsfeld im Tal lokalisiert und als jetzt nicht mehr gebräuchlicher Flurname bezeichnet.
Kurzgewann In der Kurzgewann (GK 1965), mda. Im Ko
rzgewännsche (Post 1987, 96). – 1653 (Abschr. 1760): 6 ½ Morgen zu pfütz in der Kurzen Gewanne (Verkauf von Gütern und Einkünften, HStA Darmst. F 2 Nr. 141, S. 748). ca. 1700: In der osterwiß in der Kurtz gewant stost vff den gemeinen weg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 139). ca. 1700: in dem Kurtzgewentgen vntig dem Daubenrech (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 25). 1721: im Kurzgewännchen (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 176). 1835: In der Kurzgewann (Brouillon). ÷ Nach der Kürze der Felder in diesem Gewann. Der Beleg von 1700 kann auch nur appellativisch sein, der Lage nach gehört er nicht zu dem Katasternamen "In der Kurzgewann".
Laborn – s. -> Lauborn.
Landsreihe Zu Landsreihe (GK 1965), mda. Se Lånsrai (Post 1987, 98). – 1304: iiii. iugera zu lanzenreine (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304 q(uatt)uor jug(er)a zu lanzenreine (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1410: Item drij morge(n) ackers zu lantze(n)reine (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1529: gegen den Lantznrei zcu (Curschmann, 1967, 84). 1586: Zu Lantzenreyen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 53). ca. 1700: im dem Stettel zu Lantzen rey (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1047). ca. 1700: Zu Lantzenrey stost an die Vndenheimer gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 65). ca. 1700: 3 Viertel Im stettell zu Lantzrey (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 76). ca. 1700: ganz unten zu Lantzen rey (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 150). ca. 1700: Zu Lantzenrey stost vff die bechtolßhe(eimer) gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 827). 1722: Ein Morgen zu Lantzenrey, stoßt an die ... undenheimber gemark (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 960). 1835: Zu Landsreihe (Brouillon). 1927: Zu Landsreihe (Palzer 1927, 197). ÷ Der Name wird von Curschmann 1967, 84, durchaus nachvollziehbar, als 'einen mit lanzenartigen Pfählen bewehrten Rain, der als Landwehr zur Grenzbefestigung diente' gedeutet (Curschmann 1967, 84).
Langesen Zu Langesen (GK 1965), mda. Se Långese (Post 1987, 98). – 1260: Item in Langennuzzen quattuor iugera et dimidium (Landverkauf Peters von Gabsheim und seiner Frau Herlindis an das Kloster Eberbach, Rossel: Eberb. Urkundenbuch 2, 1, Nr. 350). 1410: funff morge(n) ackers zu langen nüßen (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129 mehrmals). 1415: 3 Mo. zu Langeneßen gevor Herrn Herman von Geispisheim (Grundstücksverkauf, Pöhlmann, Regesten der Lehensurkunden der Grafen von Veldenz. Speyer 1928, Nr. 531). 1500: in Langennesen (Lehenbrief Weinheimer, zit. n. Palzer 1927, 159). 1559: Neün Viertell ackhers zuw zu Langesen (Güter des Peter- und Paul-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 113r). 1563: Zu Langeßen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 31). 1564: Zu Langeßen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 34). 1585: In der Langeßen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 52). 1596 (Abschr. 1779): Item anderthalb morgen zue Langesen (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 334v). 1667: Ein halben morgen Wiese vnd Klauer zu Langegeßen vnnd geht vnden der diebpfad dardurch (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: Zwischen dem diebpfad vndt dem Langeser Klauer stost vff die 12 Morgen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 67). ca. 1700: Untig den 12 morgen zu langesen stost vff die 12 morgen gewant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 118). ca. 1700: neben dem Langeser Klauer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 297). ca. 1700: bey dem Langeser Klauer oder in der Langgewant stost auff die Wörrstatter gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1037). 1750: zu Langseen stoßt uff werstätter gemark (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Ein morgen zu langsen an der werstatter gemarkung(Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1920). 1835: Zu Langesen (Brouillon). 1927: zu Langesen (Palzer 1927, 156, 197). ÷ Nach Aufweis des frühesten Belegs verweist der Name auf fruchtbares Gelände, an dem man "langen Nutzen" hat.
LanggasseLanggasse (innerörtlicher Straßenname). – 1927: Langgasse (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86, 89); zwischen 1936 und 1945 Adolf-Hitler-Straße; heute: -> Hauptstraße.
Langgewann – mda. In de Långgewånn (Post 1987, 98). – 1591: In der Langgewanden (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 61). 1601: in der Langgewannen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 86). ca. 1700: in der Lang gewant hirunters geht der Diebspfat da durch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 24). ca. 1700: in der Worstatter Langgewant stost am Worstatter Weg vff den Klauer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 54). ca. 1700: in der Bechtoßheim(er) Langgewannt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 42). ca. 1700: oben in der Langgewant ist oben eine Kurtz gewant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 300). ca. 1700: 1½ Morg(en) in der Lang gewannt, stoßt uf die schornsheimber gemarck geht der diebpfad dardurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 58). ÷ Bezeichnung wegen der außergewöhnlichen Länge der Felder in dieser Gewann. – Sieh auch -> Bechtolsheim, Biebelnheim,Wörrstadt.
LangwieseDie Langwiese (einzelne Wiese, die sich vom Gelbfeld in die Undenheimer Gemarkung hin erstreckte, Palzer 1927, 200).
Lauborn Auf dem Lauborn (GK 1965), mda. Laaborn. – 1600: Zu Laborn (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 85). 1610: Zu Laborn (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 97). 1627: zu Lawborn (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 118). ca. 1700: ahm Laborn stoßt uf die Undenhe(eimer) Gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 15, ähnl. 137, 611). ca. 1700: In der oster Wiß am Laborn (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 610). 1835 Auf dem Lauborn (Brouillon). 1927: Auf dem Laubborn (Palzer 1927, 197). ÷ Offensichtlich Name einer Quelle, vielleicht Labeborn? vgl. -> Sabeborn.
Lauers Zu Lauers (GK 1965), mda. Im Laue
rsch Egg (Post 1987, 98). – 1296: Item unum juger de Sclidewege se extendens uffe dy weide by Lairse juxta Sygelonem dictum pannekirche (Walldorf 1936, 38), 1296: dua jugera sita in loco qui dicitur Lůrse extencia an gesbolsheimer marke (ebd.), 1460: Item zu Lursheim einn Zweiteil ein angewender gefor Jeckel gricken (Walldorf 1936, 38), 1596: Zu Lawersheim (Walldorf 1936, 38). ca. 1700: in der Langgewandt, stost gegen Lauersch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 204). ca. 1700: in der Langgewannt, stost uff die werstadter gemarkh zu Lauersch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 212). ca. 1700: in der Wörstatter Lang gewant stöst vff Lauersch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 262, ähnl. 331). 1835: Zu Lauers (Brouillon). 1927: Zu Lauersch (Palzer 1927, 197). ÷ Der Flurname an der Grenze zu Schornsheim und Wörrstadt, ist besonders in Schornsheim gut bezeugt: Hinter Lauersheim, Vor Lauersheim, Zu Lauersheim und Lauersheimer Weg (Walldorf 1936, 38/39). Nach Walldorf handelt es sich um den Namen einer früh eingegangenen Siedlung.
Läusborn Im Leusborn (GK 1965), mda. Åm Laisbo
rn (Post 1987, 98). – 1589: Weingart vf dem kleinen feldt, gelegen im Leüßborn (Zinsbeforchung HStA Darmst. O1A 38/5, 174v). 1625: im Leusborn (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 115). ca. 1700: ½ Morgen untig dem Laißborn in den Kutz(en) Stückern (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 60). ca. 1700: wingert und acker im laißborn (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 69). ca. 1700: Vntig dem Herrn berg im Leißborn Wingerts felt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 157). 1835: Im Leusborn (Brouillon). 1837: Ackerfeld im Bann von Gabsheim, im Leißborn genannt (Urkunde Grundstücksverkauf, Privatbesitz Post/Grode). 1927: Im Läusborn (Palzer 1927, 197). ÷ Der Name ist auch anderswo belegt, möglicherweise 'versteckt gelegene Quelle' (Zernicke, W.-D. 1991, Nr. 689).
Leimen – 1593: an dem Lhamen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 73). ÷ Bezeichnung für lehmiges Gelände.
Leimenkaute An der Leimenkaute (GK 1965), mda. Ån de Lååmekaud (Post 1987, 97). – 1596 (Abschr. 1779): VIII Morgen uf der Leimkauthen (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326v). 1596 (Abschr. 1779): an der Leimkauthen (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 328v). 1604: in der Leimkautten (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 90). ca. 1700: an dem Spißhe(imer) Weg obig der gewesenen leimen Kaut (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 99). ca. 1700: Vor der ober pfordt an der gewese(nen) Leimen Kaut (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1014). ca. 1700: an dem stettler weg bey der geweßenen Leimen Kaut (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 426, ähnl. 609). ca. 1700: Ein halb Morgen an der Leimenkauth zu heilhecken (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 465). 1721: in der Leimkaut (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1746: 8 Morgen zu Geispitzheim auf der sogenannten Leimkauthen (Testament C. Ph. v. Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 239). 1750: Vor der obern pforten an der gewesenen Laymen Kauth (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1835: Auf der Leimenkaute (Brouillon). 1835: An der Leimenkaute (Brouillon). 1927: auf der Leimenkaute (Palzer 1927, 145, 197). ÷ Kompositum aus Leimen 'Lehm' und Kaute 'Grube'.
LochgasseLochgasse (innerörtlicher Straßenname) (GK 1965), mda. Lochgass. – ca. 1700: Ein Hauß mit seinem Begriff in der Lochgaß gelegen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 399). 1775: Haußplatz und Hofraiden in der Lochgassen (Erneuerung Zinsverzeichnis HStA Darmst. O1A 38/5, 214v). 1781: ein Hauß und Hofreiden in der Loch gaßen gelegen (Versteigerungsurkunde Privatbesitz Post/Grode, Gabsheim). 1927: Lochgasse (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86).
Lohmühle Auf der Lohmühle (GK 1965), mda. Uff'm Loomel (Post 1987, 99). – 1561: in der Lomell (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 25). 1595: Zwen Morgen ackers auf dero Lammeln gelegen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 76). 1627: auf der Lomell (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 118). ca. 1700: ½ Morg(en) uff der Lomell, stoß uf die Schornsh(eimer) gemark (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 90). ca. 1700: obig der schormsh(eimer) hohl vff der lomel genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 119). ca. 1700: Vff der Lohmel (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 170, 554). ca. 1700: uff der Lomell (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 206). ca. 1700: Wingert uff der Lomüll, oder uffm berg obig der Mentz (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 303). 1835: Auf der Lohmühle (Brouillon). 1927: Auf der Lohmühle (Palzer 1927, 197). ÷ Der heutige amtliche Namen ist wohl als "Geometerbildung" anzusehen. Ich stelle den Namen anhand der historischen Belege zu mhd. lâmel 'dünne Klinge' (mit mdal. Verdumpfong von â zu ô), möglicherweise ein Formname für ein langes, klingenförmiges Grundstück.
Mainz Der Mainzer Weg (außerörtlicher Wegname) (GK 1965); Am Mainzer Weg/Mainzerweg (GK 1965), mda. Åm Meenze
r Weeg (Post 1987, 100). – 1304: sunt Jug(er)a an menzerwege (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: In primo campo ii. jugera an meinzerwege prope dominos s. Petri (Baur 1860-73, II Nr. 642). ca. 1307: Quatuor iug. et quart – In via Magunt. apud clericum dictum Manze (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1410: zwene morge(n) ackers an dem mentzer Wege (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1415: 4½ Mo. am Mentzer Weg gevor der Kirche (Grundstücksverkauf, Pöhlmann, Regesten der Lehensurkunden der Grafen von Veldenz. Speyer 1928, Nr. 531). 1436: an dem Mentzer wege (Güterverpfändung Hamman und Jutta, HStA Darmst. Best. A 2 Nr. 63/1). 1516: am Meintzerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 28). 1579: Am Maintzerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 49). 1596 (Abschr. 1779): II Morgen im Meintzischen Wege (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 330v). 1624: IIII Morgen neben dem mentzer weeg (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1625: im Meintzerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 114). ca. 1700: an dem Mentzerweg stoßt von dem Weg gegen borgrech (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 10), ca. 1700: ahm Mentzer Weg, stost vom weg uf den borgrech (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 163). 1750: auf dem Mentzerweeg, stoßt nicht auff den borchrech (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: auf dem Maintzer weg (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1920). 1835: Am Mainzer Weg (Brouillon). ÷ Weg, der über Undenheim und die Gaustraße nach Mainz führt.
Mark 'Gemarkung' s. -> Bechtolsheim, Biebelnheim, Wörrstadt.
Menz In der Menz (GK 1965), mda. In de Meenz (Post 1987,100). – 1558: in der Meinzen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 24). 1586: in der Maintz (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 53). 1595: in der Meintzen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 76). 1596 (Abschr. 1779): 2 Morgen [Weinberg] in d(er) Meyntzen oben zue Michel Weingarthen und unden zue Sebastian Seipp, ist wüst (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 331r). 1616: in der Menzen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 102). 1625: in der Meintzen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 108). ca. 1700: ufm Berg, obig der Mentz (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 16). ca. 1700: hinter der Kirch stoßt uff den pfad der in die mentz gehet (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 69). ca. 1700: Hinter der Kirch stost vff den Mäntzer pfadt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 401). 1721: in der Mentz (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 176). 1750: Weingarth in der Mentz obig dem schornsheimer weeg (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: an der mentz (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1921). 1799: Wingert und Acker in der Menz (Urkunde Grundstückskauf, Privatbesitz Post). 1835: In der Menz (Brouillon). 1927: In der Menz (Palzer 1927, 197). ÷ Nach Aufweis der historischen Belege wohl kaum zum Namen der Stadt Mainz, Deutung bisher unbekannt.
Michelsberg Auf dem Michelberg (GK 1965), mda. Åm Mischelsbeerig (Post 1987, 101). – 1665: Wingert im Michelsberg (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 458). ca. 1700: 1½ Viert(el) uffm Michelsberg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 233). ca. 1700: Vffm Vmbgang od(er) Michels berg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 705, ähnl. 712). 1835: Auf dem Michelberg (Brouillon). 1927: Auf dem Michelsberg (Palzer 1927, 197). ÷ Wohl nach Grundstücken des St. Michaels-Altargutes.
MichelsgasseMichelsgasse (innerörtlicher Straßenname). – 1927: Michelsgasse (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86, 90). Befand sich gegenüber der Storchengasse. "Der nach der Vertreibung der Dalberger allmächtige Scholles Grode hat nach dem Ankauf des Albanshofes dieses Gäßchen einfach zu seinem Gebiet gezogen, da er auf beiden Seiten Angrenzer war" (Palzer 1927, 90). ÷ Benannt nach dem Wohnsitz des St. Michaels-Altaristen.
Monsenrech Am Monsenrech (GK 1965), mda. Åm Moonseresch (Post 1987, 102). – 1410: Item anderthalben morgen ackers off dem Otzenriche (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1549: auf dem Motzenrech (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 14, Nr. 20). 1582: zu dem brunnen ahm Motzenrech zu Geispißheim (Neuanlage eines Brunnens, HStA Darmstadt O1A, 43/15).1584: Auf dem Motzenrech (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 50). 1588: haben Ire Hoch Zeit mit einander vfm Motzenrich gehabt (Hexenprozess 1588, HStA Darmstadt O1A, 41/9 Bl. 68r). 1588: Hahs Jockels fr(aw) vnd Barthels Me
ÿers frow sein vfm Mozerich vfm Danz geweßen (Hexenprozess 1588, HStA Darmstadt O1A, 41/9 Bl. 69v). 1591: auf dem Motzenrech (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 61). 1600: auf dem Motzenrech (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 85). 1624: im Odernheimer weg ahm Motzerig genant (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1625: Auf dem Motzerich (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 108). ca. 1700: 2½ Virtel garthen ahm Motzenrech (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 13). ca. 1700: uffm Motzenrech, geht der holtzweg dadurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 88). ca. 1700: an dem Montzen rech (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 610). ca. 1700: Vff dem Montenrech es get der odernhe(imer) vndt Winkler weg durch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1026). 1775: Acker auf dem Mothsrech, der Holtzweg gehet dardurch (Erneuerung Zinsverzeichnis HStA Darmst. O1A 38/5, 216). 1835: Am Monsenrech (Brouillon). 1927: am Monsenrech (Palzer 1927, 152). 1927: Am Monzenrech (Palzer 1927, 197). ÷ Im Katasterplan nach der Flurbereinigung lautet der Name jetzt fälschlich Am Mausenrech (Lesefehler Monsen>Mausen). Die Deutung des Bestimmungswortes Motzen-, Montzen-, Monsen fällt schwer. Wie der Erstbeleg zeigt, könnte es durch Verschiebung der Wortgrenze (dem Otzenrich > dem Motzenrich) entstanden sein bzw. falsche Segmentierung des Schreibers. Falls Motzen- die ursprüngliche Form ist, kann man es in Beziehung setzen zu den Flurnamen Montzenberg, Monzeberg, Motzeberg, wie sie aus Dexheim, Nierstein, oder Zornheim bezeugt sind (Zernecke, W.-D. 1991, Nr. 779), möglicherweise zu lat. mons, mont- 'Berg'. Zum Grundwort s. -> Rech.

Morgen – In Gabsheimer FlN nur in der Verbindung mit Zahlangaben, und zwar:
fünf Morgen – 1562: drey Morgen vnden ahn den Fünpf morgen (Bestandsbrief Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683).
sieben Morgen – 1564: zu Sewe an den 7 Morgen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 33).
acht Morgen, mda. In de achd Mo
rje (Post 1987,102). – 1602: Bei den 8 Morgen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 87).
neun Morgen – ca. 1700: acker uffm Erbeßberg, stost uf die Neun Morg(en) S. Alban stiffts guth (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 315).
zwölf Morgen In den zwölf Morgen (GK 1965), In de zwelf Mo
rje (Post 1987, 102). – ca. 1700: in den 12 morgen stoßt vff Wörstadter gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 39). ca. 1700: Untig den 12 morgen zu langesen stost vff die 12 morgen gewant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 118). 1722: Ein Morgen ahn dem Diebpfad, stoßt uf die so genannte 12 Morgen (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 962). 1835: In den zwölf Morgen (Brouillon).
fünfzehn Morgen In den fünfzehn Morgen (GK 1965), In de fuffzeh Mo
rje (Post 1987, 102). – a. 1370: Item fünfzehn Morgen Ackers zu Winkel, geforch Slitzwecke (Lehenbrief Heinr. II von Sponheim, zit. n. Palzer 1927, 158). 1596 (Abschr. 1779): Acht halbe Morgen in den fünfzehen morgen zue Winkel geforcht Schlitzweg (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 325r). 1667: an den Fúnffzehen morgen (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: Vff dem stupberg stost herunter vff deß geyspitzh(eimer) 15 morgen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 111). ca. 1700: obig der straß in der gewant bey deß Geyspitzh(eimer) 15 morgen genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 112). ca. 1700: Zu Winkel bey deß Geyspitzheim(er) 15 morgen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 322). 1835: In den fünfzehn Morgen (Brouillon).
sechzehn Morgen In den sechszehn Morgen (GK 1965), In de sechzeh Mo
rje (Post 1987, 102). – a. 1370: Anthys von Geispisheim hat zu Lehen von uns seßehn Morgen Acker an eyne Stuck gelegen in der Marke zu Geispisheim nahe dem Felde zu Bechtolsheim an dem Bulenheimer Wege, geforch Locke von Walheim (Lehenbrief Heinr. II von Sponheim, zit. n. Palzer 1927, 158). 1596 (Abschr. 1779): Acht Morgen in den Sechszehen Morgen am Bibelheimer Weg (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 325r). 1596 (Abschr. 1779): VIII Morgen aus den 16 Morgen im Winkeller Wege (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326r). ca. 1700: untig den 16 morgen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 95). ca. 1700: Vntig der straß stoßt herüber vff die 16. morgen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 199). ca. 1700: vntig den herrschafftli(ichen) 16 morgen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 289). ca. 1700: in dem stettel über dem Klauer bey den 16 morgen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 412). 1835: In den sechzehn Morgen (Brouillon).
zwanzig Morgen In den zwanzig Morgen (GK 1965), In de zwånsisch Mo
rje (Post 1987, 102), Links der zwanzig Morgen (GK 1965). – 1586: An den 20 Morgen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 54). 1588: Item daß sie vff den Zwanzig Morgen vnd Im Speyergarten gedanzt (Hexenprozess 1588, HStA Darmstadt O1A, 41/9 Bl. 194). 1658: ein Acker in der Benten gelegen, stößt auf der Herrn zu St. Alban 20 Morgen (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 454). ca. 1700: obig den 20 morgen zu pfütz (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 139). ca. 1700: obig den 20 morgen get der pfützer weg die Läng da durch, ist ein theil Klauer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1097). 1835: In den zwanzig Morgen (Brouillon). 1835: Links der zwanzig Morgen (Brouillon).
÷ Morgen ist ein Flächenmaß, ursprünglich die Fläche, die ein Mann an einem Morgen mit dem Ochsengespann pflügen konnte. Im Gabsheimer Flurbuch wird zwischen alten und neuen Morgen unterschieden. Die Morgen alten Maßes entsprechen in etwa dem, was man auch heute (seit 1817) unter einem Morgen versteht, nämlich 2500 qm, während die damaligen Morgen neuen Maßes, auch "große Morgen" genannt, etwa 3600 qm umfassten (Palzer 1927, 190, 352). Daß Flurnamen aus einer bestimmten Anzahl von Morgenangaben bestehen, kommt daher, dass Sie als herrschaftlicher Besitz lange Zeit geschlossen und ungeteilt bewirtschaftet wurden. So waren z. B. die 15 und 16 Morgen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Geispitzheim (Palzer 1927, 158), während die 20 Morgen dem St. Albans-Kloster Mainz gehörten. 
Mühle Hinter der Mühle (GK 1965). – 1556: ein garten hind(er) der müll vngeverdt 1½ morgenn gefor oben zue denn müll plackhen (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 22v). 1594: hinter der Mühlen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 74). 1596 (Abschr. 1779): Ein pflecklein [Garten] hinder der Muelen gelegen, ist versteint oben Hanß Becker mit dem Michels guth, unden der Pffarhern Wittumb (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327v). 1600: hinter der Müellen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 85). 1610: Hinter der Mühlen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 96). 1667: hinder der Mühlen (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: hinter der mühl nächst dem mühl hebel (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 15). ca. 1700: hinter der mühl stost vff den mühlgraben (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 357). ca. 1700: Wiß bey der mühl stost wider den vndtersten Weyher (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1053). ca. 1700: ein Kappes bordt hinter der Mühl bey des Geispitzen Mühl (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 425). ca. 1700: hinter der Mühl, stost uff den Mühlgraben (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 930). ca. 1700: hinter oder bey der Mühl ein 3spitz stost an den dorff graben (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 686). 1721: hinter der Mühl (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1835: Hinter der Mühle (Brouillon). ÷ Die Gabsheimer Mühle, an der Goldbach zwischen Schanzenberg und Mühlhebel gelegen, bestand von der Bolanderzeit bis in das 19. Jahrhundert (Palzer 1927, 107/08).
Mühl(en)weg – 1592: am Muelnwege (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 67). 1597: im Mülnwege (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 80). 1667: Ein Pläckle(in) garten am Mühlweg (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ÷ Vgl. -> Mühlpfad.
Mühlgarten – 1665: ¼ Morgen ½ Viertel im Mühlgarten (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 457). ÷ Garten an der Mühle.
Mühlhebel Auf dem Mühlhebel (GK 1965), mda. Åm Mihlhewwel (Post 1987, 101); Im Mühlhebel (GK 1965). – ca. 1700: hinter der mühl nächst dem mühl hebel (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 15). ca. 1700: Hinter der mühl vff dem Mühlhebel (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 529, ähnl. 1041). ca. 1700: auff dem Mühl hebel (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 140). 1835: Am Mühlhebel (Brouillon). 1835: Auf dem Mühlhebel (Brouillon). ÷ Das Grundwort ist Hübel, ein Mundartwort für 'Hügel, Anhöhe' das in der Mundart lautgesetzlich zu Hiwwel > Hewwel wird.
MühlpfadAm Mühlpfad (Palzer 1927, 108). ca. 1700: vor der Oberpfort ahm Mühlpfad stost uff den dorfgraben (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 178). 1775: vor der obern Pforten an dem Mühlpfad (Erneuerung Zinsverzeichnis HStA Darmst. O1A 38/5, 214r). 1835: Am Mühlpfad (Brouillon). Nach Palzer 1927, 200, als jetzt nicht mehr gebräuchlicher Flurname bezeichnet. ÷ Pfad zur Mühle, vgl. -> Mühlenweg.
Mühlplacken – 1556: ein garten hind(er) der müll vngeverdt 1½ morgenn gefor oben zue denn müll plackhen (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 22v). ÷ Grundwort Placken 'kleines Geländestück'.
Mühlplatz – ca. 1700: der mühl platz sambt dem vntersten Weyher (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1022). 1750: ein ohngefehr feldt obig denen Speyergärthen untig dem mühl platz (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1750: der mühl platz sambt dem untersten Weyer und garthenfeld ... und gibt dieser mühl platz jährl(ich) zur herrschaftl(ichen) Beed 7 alb(us) (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Ein Viertel oben dem Speyer garten unter dem mühlplatz (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1922). – 1835: Am Mühlplatz (liegt dem Mühlhebel gegenüber auf der anderen Seite der Goldbach) (Brouillon). 1927 Am Mühlplatz (Palzer 1927, 145, 198). ÷ Platz an der Mühle.
Nonnengarten – 1835: Nonnengarten (Brouillon); Nonnengarten (Palzer 1927, 90). ÷ Gartengelände, am ehemaligen Hof des Tiefentaler Nonnenklosters (Palzer 1927, 90).
NonnengasseNonnengasse (innerörtlicher Straßenname) (GK 1965), mda. Nunnegass. – 1927: Nonnengasse (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86). ÷ Benannt nach "dem ehedem dort liegenden Gutshof des Tiefenthaler Nonnenklosters, das in Gabsheim begütert war. Das Hofhaus brannte im 30jährigen Krieg nieder" (Palzer 1927, 90). Die Nonnen des Klosters Tiefenthal (Rheingau) waren zwischen 1274-1793 in Gabsheim begütert (Palzer 1927, 100/101).
Nordelsheim – mda. In Noielsem (Post 1987, 103). Am Nordelßheimer Weg (Palzer 1927, 199, als jetzt nicht mehr gebräuchlicher Flurname bezeichnet). Mda. Isch fah
r noo Noielsem (Post 1987, 103). – 1073: apud Nordolfesheim et Undenheim (Mainzer Urkundenbuch I, Nr. 336). 1194-98: in Nordolvesheim (Sauer 1882, 33). 1304: an nordolfisheymer wege (Schornsheimer Gemarkung) (Baur 1860/73, II Nr. 641). 1305: In villa Nordolfsheim (Baur 1860/73, II Nr. 650). ca. 1307: II iug. an Nordensheimer marke prope Wicnandum Sture (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1579: Item der Lang gemein wegk, von der Nortelßheimer gemarcken an, biß vff die Saulheimer straaß (Gabsheimer Weistum, HStA Darmst. Best. O 1 A, Nr. 19, Bl. 54v). 1562: drey Moorgen stoßen vf die Nordelßheimer gemarckh (Bestandsbrief Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1580: uff dem großen Veldt vonn der Nordelsheimer Gemarkenn biß ahn den alten Stetteler Wegk Weingarth zu plantzen (Gesuch Gabsheimer Bürger an Dalberg, um Feld in Weinberg umzuwandeln, zit. n. Palzer 1927, 117). 1583: Item hat die Gemeint gerucht (festgelegt) ein Weg von der Nordelßheimer Gemarcken an durch das Dorf unter den Effenrech fürehin biß an die Straß (Schöffenweistum, zit. n. Palzer 1927, 373). 1624: III Morgen zu Eßeln stoßen vf die Nordelßheimer gemarcken (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). ÷ Name eines ehemaligen Dorfes Nordelsheim zwischen Gabsheim und Undenheim, das sich in ausgehenden Mittelalter durch Umsiedlung der Bewohner nach Undenheim allmählich entvölkerte und dessen letze Siedlungsreste wohl im Jahr 1535 nach einem verheerenden Unwetter gänzlich aufgegeben wurden. Seine Gemarkung wurde Undenheim zugeschlagen. Ausführlich behandelt bei Curschmann 1965. Der Name ist vor allem in Undenheim gut bezeugt (Curschmann 1968, 92), kommt aber auch im Schornsheim im FlN Norgelsheimer/Nolgesheimer Pfad (Walldorf, E. 1936, 44/45) vor. ÷ Bestimmungwort ist der altdeutsche Personenname Nordolf.
Obenöhr – ca. 1700: obig dem borgrech vff der oben öhr (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 954, 981, 1071, 1093, 1106). ca. 1700: Vff der ohffen öhr stost auff Vntenheimer gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1060). Der Name setzt sich auf der Undenheimer Gemarkung fort (mundartlich uff de Owenähr), Curschmann 1967, S. 92, nennt mehrere Belege aus dem 18. Jahrhundert in der Form Obenerd. ÷ Das Grundwort, das in historischen Quellen Oehr, Öhr geschrieben wird, ist wohl eine hyperkorrekte Form unseres historischen Flurnamens -> Ehr.
Oberpforte – 1579: garten an der oberpforten (Gabsheimer Weistum, HStA Darmst. Best. O 1 A, Nr. 19, Bl. 52v). 1596 (Abschr. 1779): das 1. Looß in dem Garthen für ['vor'] der Oberpfortten (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327v). 1596 (Abschr. 1779): das Mittelst Theil in dem garthen für ['vor'] der Oberpfortt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 329v). ca. 1700: vor der oberpfort ahm bocken Zaun (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 27). ca. 1700: Vor der oberpfort untig dem Gayspitzh(eimer) brait(en) Gart(en) (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 251). 1750: Vor der obern pforten an dem Eselring, stoßt uf den Dorfgraben (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1750: Vor der obern pforten an der gewesenen Laymen Kauth ... vor der obern pforten der breiten garthen genant (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Vor der ober pforten (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1919). – 1835: An der Oberpforte (Brouillon). An der Oberpforte (Palzer 1927, 198). ÷ Die Oberpforte befand sich an der Stelle, an der der Dorfgraben die Langgasse schnitt, also da wo heute die Weihergasse auf die Hauptstraße trifft. Nach dem historischen Dorfplan (Palzer 1927, 86) handelte es sich dabei um einen gemauerten Torbogen mit Tor und darüber befindlichem Pfortenstübchen. – Vgl. -> Obertor, Unterpforte.
Obertor Am Oberthor (GK 1965); 1835: Am Oberthor (Brouillon). 1927: Am Obertor (Palzer 1927, 198). ÷ Dasselbe wie -> Oberpforte.
OberweedDie Oberweed (Palzer 1927, 90). ÷ Ehemalige Wassserstelle an der unteren Ecke der Lang- und Hadergasse. – Vgl. -> Weed.
Ochsenacker – mda. Åm Oggseagge
r (Post 1987, 104). – ca. 1700: an dem stettler Weg in dieser gewandt ist fasselgut der ochsenacker genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1026). ÷ Die Nutzung fiel früher (wie bei der -> Ochsenwiese) dem Halter des Zuchtochsen zu (Palzer 1927, 199).
Ochsenwiese – ca. 1700: in dem stettler Klauer stost vff den alten stettler Weg, ist jetz acker ist sonst die oxen wiß genant ghört zum faßel gut (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1027). ÷ Vgl. -> Ochsenacker.
Odernheim Im Odernheimer Weg (GK 1965), mda. Åm Ooreme
r Weeg (Post 1987, 105); Rechts des Odernheimer Wegs (GK 1965). – 1304: an deme odernheimer wege (Baur 1860-73, II Nr. 642, Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1304: an deme odernheim(er) wege (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). ca. 1307: V iug. subtus Odernheimerwege an Berhtolfsheimer marke (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). ca. 1307: VIII iug. am Oderheimer wege (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1436: an dem Odernheymer wege (Güterverpfändung Hamman und Jutta, HStA Darmst. Best. A 2 Nr. 63/1). 1503: Am Odernheimer Weg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 13, Nr. 5). 1556: Am Odernheimerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 22). 1667: Sieben Viertel oben am Odernheimer weg stoßen auff Biebelnheimer gemarck (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). 1570: Am Odernheimerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 16, Nr. 37). 1653 (Abschr. 1760): 3 ¾ Morgen unten am Odernheimer Weeg obig dem Klauer gelegen (Verkauf von Gütern und Einkünften, HStA Darmst. F 2 Nr. 141, S. 748). ca. 1700: ½ Morg(en) untig dem odernheimber weg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 57). ca. 1700: Vntig dem Odernh(eimer) Weg über dem bechtolßhe(imer) Klauer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 20). 1722: ahn dem odernheimber weg ... untig dem odernheimber weg über dem bechtholtsheimber Klauer (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 959). 1835: Im Odernheimer Weg (Brouillon). 1835: Am Odernheimer Weg (Brouillon). 1835: Rechts des Odernheimer Wegs (Brouillon). ÷ Benennung nach Lage nach Odernheim zu.
Öhr -> Ehr, Obenöhr.
OligmühleHinter der Ohligmühl (Quelle?, Datum?, Palzer 1927, 199, als jetzt nicht mehr gebräuchlicher Flurname bezeichnet). ÷ Olig = alte Form für Öl, also Ölmühle. Die Ölmühle stand am Ende der Spitalgasse und ist 1880 niedergelegt worden (Palzer 1927, 203).
Ortegastraße (moderner innerörtlicher Straßenname), s. -> Bacchusgasse.
Ösel – 1667: Ein viertel [Wiesen] zu Öeßel (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). 1667: Ein Pläckle(in) wiß zu Öesell (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ein Busch zu Oeseln (Quelle?, Datum?, Palzer 1927, 199, als jetzt nicht mehr gebräuchlicher Flurname in der Nähe des Gelbfelds bezeichnet). ÷ Vgl. -> Esel.
Osterwiese In der Osterwiese (GK 1965), mda. In de Ooschde
rwiss (Post 1987, 105), man unterschied die Osterwiese links und rechts der Goldbach: Links der Osterwiese (GK 1965); Rechts der Osterwiese (GK 1965). – 1304: siben virteil von der osterwiesen (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: an der osterwiesen (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: item vii. quartalia an der osterwisen (Baur 1860-73, II Nr. 642, Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1304: VII quartalia predicta vndir der osterwisen (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1410: and(et)halb morgen ackers off der Oyster Wiesen (Herrmann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1500: in der Osterwiese (Lehenbrief Weinheimer, zit. n. Palzer 1927, 159). 1516: auf der Osterwiesen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 13, Nr. 46. 1556: 4 morgen Acker in der Osterwießen (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 21r). 1556: 1 Zweitell wießen in der Osterwießen (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 22r). 1559: 3 Morgen in der Osterwießen (Güter des Peter- und Paul-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 113r). 1561: in der Osterwiesen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 25). 1596 (Abschr. 1779): Item Zwen Morgen in den Vier morgen uf der Osterwiesen (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 325r). 1596 (Abschr. 1779): II Morgen in der Osterwiesen, oben die Cartheuser Herren zue Meintz (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326r). 1596 (Abschr. 1779): Ein Zweitheil [Wiesen] in der Osterwiesen, oben georg Krolen Wüstweilern guth, und unden zue der gemein Weg (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327v). 1596 (Abschr. 1779): VII Viertheil aus den Vierthalben morgen in der Osterwiesen, das oberst überzwerch getheilt ist wüst (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 328r). 1665: i. d. Osterwies (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 457, 458). ca. 1700: Item Kappes acker in der osterwiß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 9). ca. 1700: Ein Kappes borth in der osterwiß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 27). ca. 1700: Wiß in der osterwiß bey der Vndtenh(eimer) gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 68). ca. 1700: Wißgen in der osterwiß rechter hant dem graben nicht weit vntig dem ablaß stost vff den Mittel graben (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 122). ca. 1700: Wiß in der oster Wiß über dem graben oben bey dem ablaß graben (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 728, ähnl. 1001). 1722: Vnten in der osterwiesen (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 961). 1722: Ein halber Morgen in der osterwieß vnten bey der Undenheimber Gemark (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 964). 1750: in der Osterwis, rechter hand stoßt uf die Kappesäcker (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]), 1750: Wies in der osterwies, zur helffte in undenheimer, und andern helffte in gabsheimer gemarck liegend (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Ein Morgen in der oster Wiß (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1918). 1770: Ein morgen zwey Virtel in der osterwiß welche theils an der untenheimer gemark, theils in der gabsheimer gemark ist (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1922). 1835: In der Osterwiese (Brouillon). 1835: Links der Osterwiese (Brouillon). 1835: Rechts der Osterwiese (Brouillon). ÷ Das Bestimmungswort zu oster 'östlich' so wie wester (in -> Westerberg) 'westlich'.
Ostert – 1665: ein Stück Feld i. d. Ostert bei den 5 Morg. i. d. Spiesh. Gemark unten die Wörrstadter Hospitalwiese (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 458). ÷ Fraglich, ob diese Flur noch in der Gabsheimer Gemarkung lag, sie ist für Gabsheim sonst nicht belegt.
Pfad -> Alzey, Bechtolsheim
Pforte – mda. Ån de Poo
rd (Post 1987, 107). ÷ Lage an der -> Unterpforte des Dorfes; vgl. -> Oberpforte.
Pitz Zu Pitz (GK 1965), mda. Se Pizz (Post 1987, 106). – 1260: Item in loco qui Putze dicitur sub colle duo iugera (Landverkauf Peters von Gabheim und seiner Frau Herlindis an das Kloster Eberbach, Rossel: Eberb. Urkundenbuch 2, 1, Nr. 350). 1304: item ix. jugera zu puzze (Baur 1860-73, II, Nr. 642). 1304: zu púze (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: It. IX. iugera preter dimidium zv puzze (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). ca. 1307 duo iugera prope der phfutzen (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1370: 1 Morgen zu Putze (Lehenbrief Heinr. II von Sponheim, zit. n. Palzer 1927, 158). 1410: z
ů půtze (HStA Darmst. Best. B 15, Nr. 129). 1489: zu p{oe}tz (HStA Darmst. Best. B 15, Nr. 435). 1500: zu Pütz (Lehenbrief Weinheimer, zit. n. Palzer 1927, 159). 1550 (Abschr. 1720): ein Zweyteil Busch zu Pfütz (Bruderschaftsgut, zit. n. Palzer 1927, 147). 1556: 3 Morgen vff maßung zu Pfüz, stoßenn vff die Wersteder gemarck, oben zu ein angewenner (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 22r). 1577: zu Pütz (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 16, Nr. 42, 43). 1577: Zu Putz (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 45). 1578: Zu Pütz (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 48). 1599: im feld in der Pfitz genantt (Hexenprozess 1588, HStA Darmstadt O1A, 41/9 Bl. 9r). 1592: zu Pfütz (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 68). 1596 (Abschr. 1779): in einem Morgen zue Pütz (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 325v). 1596 (Abschr. 1779): Item III Morgen aus den 9. Morgen zue pfutz das underste theill mehr heim zue ist überzwerg getheilt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326v). 1596 (Abschr. 1779): 9 Morgen zue pfútz, das oberst Theil ist überzwerch getheilt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 328v). 1624: II Morgen Acker vnt busch zu Pütz (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1625: zu Pütz (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 115). 1658: 3 Viertel zu Pütz (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 455). 1665: ¾ Morg. zu Pütz (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 457). ca. 1700: ½ Morgen oben im pfützer Klauer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 16). ca. 1700: Zu pfütz im grundt es get der pfützerweg da durch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 66). ca. 1700: Zu pfütz stost vff den schlidtweg vndt get der diebpfadt da durch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 66). ca. 1700: zu pfütz, zieht über zwerg durch den Klauer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 105). ca. 1700: Zwischen dem spisheimer weg vnd pfitzer klauer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 853). 1721: zu Pütz (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 176). 1722: Drey Morgen zu pfütz im grund, geht der pfützer weg dadurch, hat einen schlißell (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 961). 1722: Drey Morgen zu pfütz, stoßt uf den schlitweg und herunter durch den Klauer (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 961). 1750: Zu pfütz ziehet durch den Klauer ... Zu pfütz, gehet der pfützer weeg die läng hindurch und stoßt mit einem schlüssell auff die straß (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Neun morgen zu pitz (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1921). 1835: Zu Pitz (Brouillon). 1835: Pitzerweg (Brouillon). 1927: Zu Pitz (Palzer 1927, 198). ÷ Wie die frühen Belege zeigen, ist der Name zu ahd. puzza, pfuzzi 'Brunnen, Grube', dies aus lat. puteus 'Brunnen' zu stellen.
Platte Auf der Platte (GK 1965), mda. Åm Bleddsche (Post 1987, 69). – 1589: Weingart vf der Platten (Zinsbeforchung HStA Darmst. O1A 38/5, 181v). 1627: auf der Platt (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 118). 1667: Zween morgen vff der Platten vnden der mittel weg (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: Vffm berg obig der platt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, ähnl. 25, 83, 819). ca. 1700: Wingart in der pladt am dornpfadt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 120). 1722: Ein halber Morgen uf dem Berg, obig der pladt, stoßt uf die schornßheimber gemark (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 963). 1750: uff dem berg acker geg(en) der blatt ... Weingarthen uff der blatt neben dem hohlweeg (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: drey Virtel [Weinberg] auf der blatt unter dem Hohlweeg (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1921). 1835: Auf der Platte (Brouillon). 1927: Auf der Platte (Palzer 1927, 198). ÷ Erhöht gelegenes, ebenes (plattes) Gelände.
Rech -> Namengrundwort in: Bork-, Effen-, Eichen-, Espen-, Franzosen-, Fuchs-, Kirschen-, Monsen-, Taubenrech. ÷ Das in unserem Gebiet gebräuchliche Wort, mda. Resch, bedeutet 'Abhang, Rain' und soll von einer altfränkischen Wurzel *rek- 'Zusammengescharrtes, Reihe, Grenze Abhang' kommen (Dittmaier, H., 1963, 238), wogegen jedoch spricht, dass die frühesten Belege rich lauten.
ReulReul (innerörtlicher Straßenname (heute keine offizielle Benennung) für den Verbindungdurchgang zwischen Hauptstraße und Nonnengasse), mda. Rail. – 1927: Reul (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86). ÷ Ein interessantes rheinhessisch-hunsrückisch-pfälzisches Wort, mda. Rail, in der Bedeutung 'enger Zwischenraum zwischen Häusern, enger Durchgang', das zu lat.-roman. rivulus 'Rinnsal' gehört (Post, R. 1982 Nr. 51)..
Rohräcker In den Rohräckern (GK 1965), mda. In de Roh
rägger (Post 1987, 109). 1835: In den Rohräckern (Brouillon). ÷ Vgl. Rohrwiese.
Rohrwiese – ca. 1700: ½ Morg(en) wüst im geelfelt untig der rohrwiß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 314). ca. 1700: Im gelfelt oben an der rorwiß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 573). 1763: im Geelfeld, stößt auf die Rohrwiese (Oberhof Dalberg, zit. n. Palzer 1927, 182). ca. 1700: Vntig dem borgrech bey der rorwiß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 954). ÷ Zu Rohr 'Schilfrohr, Röhriicht', feuchtes Gelände.
Rollgewann In der Rollgewann (GK 1965), mda. In de Rollgewånn (Post 1987, 109). – 1625: in der Rollgewann (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 107). ca. 1700: In der rollgewant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 72). ca. 1700: an dem Mäntzer Weg in der roll gewant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1060). ca. 1700: In der oster Wiß vnten an der rollgewant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 385). 1750: Acker unten in der rollgewandt bey denen Kappesäckern (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: in der Rollgewan (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1920). 1835: In der Rollgewann (Brouillon). 1927: In der Rollgewann (Palzer 1927, 198). ÷ Zu rollen? Geröll ?
Sabeborn – ca. 1307: IIII iug. ze Sabeburnen (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). ÷ Der Name ist sonst nicht belegt; möglicherweise falsche Lesung aus *Labeburnen, was vielleicht eine alte Form des unter -> Lauborn dargestellten Namens sein könnte.
Sackgasse (innerörtlicher Straßenname), mda. Sackgass, 2. Hälfte 20. Jh., früher -> Judengasse.
Sandkaute Auf der Sandkaute (GK 1965), mda. Ån de Såndkaud (Post 1987, 110). – ca. 1700: Zu söb obig der Sand Kaut (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 448, ähnl. 529, 766). 1750: obig der sandkauth, stoßt uf den holtzweg (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: drey Virtel obig der sandkauth (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1920). 1835: Auf der Sandkaute (Brouillon). 1927: Auf der Sandkaut (Palzer 1927, 198). ÷ Grundwort s. -> Kaute.
Saulheim An der Saulheimer Straße (GK 1965), mda. Ån de Sååleme
r Schdroos (Post 1987, 110). – ca. 1307: V quart. in Sowelheimer wege prope der Wideme hvben (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1556: 5 morgen Ackers vff maßsung zue haubeheckenn, stößt vff die Saulheimer Straß (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 21v). 1579: Item der Lang gemein wegk, von der Nortelßheimer gemarcken an, biß vff die Saulheimer straaß (Gabsheimer Weistum, HStA Darmst. Best. O 1 A, Nr. 19, Bl. 54v). 1624: III Morgen am winckeller weg stoßen vf die Saulheimer straß (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). ca. 1700: 3 Viertel ahm gembßborn, stost uf die Saulheimber straß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 47, ähnl. 764). 1835: An der Saulheimer Straße (Brouillon). 1927: an d. Saulheimer Straß (Palzer 1927, 156). ÷ Überlandweg, aus der Richtung von Saulheim kommend westlich an Gabsheim vorbeiführend und in den Biebelnheimer Weg einmündend, in alten Quellen auch -> Heerstraße ober einfach nur -> Straße genannt
Schäädäcker – mda. Ån de Schäädägge
r (Post 1987, 110). ÷ Der nur mündlich überlieferte Name, der auch in Dalheim bezeugt ist (Zernecke, W.-D. 1991, Nr. 962), kann nicht ohne weiteres als Scheidäcker "Grenzäcker" gedeutet werden, denn dann wäre in heutiger Mundart lautgesetzlich Schåådägger zu erwarten, es sei denn die Aussprache Schääd- reflektiert eine ältere Variante.
Schanzenberg Der Schanzenberg (GK 1965); Am Schanzenberg (GK 1965), mda. Åm Schånzebeerig (Post 1987, 111). – ca. 1700: an dem schantzen berg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 680). ca. 1700: ufm schantzenberg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 890). ca. 1700: 3 Viertel It(em) an dem Schanzen berg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 275). ca. 1700: It(em) den halben schantzenberg sambt dem grab(en) nach dort zu (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 276). ca. 1700: der schantzen berg ist nicht gemessen, gibt Jährlich auff martiny gnädiger herrschfft 1 Kappen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 160, ähnl. 932). ca. 1700: an dem schantzen berg bey dem weyher (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1112). 1835: Der Schanzenberg (Brouillon). 1835 Am Schanzenberg (Brouillon). 1927: Am/Der Schanzenberg (Palzer 1927, 198). – Nach Palzer 1927, 198 identisch mit dem 1500 genannten Burgberg . ÷ Der erst ab dem 18. Jahrhundert bezeugte Name bezieht sich wohl auf eine ehemalige militärische Verschanzung.
Schindkaute – mda. Ån de Schinnkaud (Post 1987, 114). – ca. 1700: in der oster wiß untig der schindt kaut vordiesem vff der dörr wiß geheißen, ist jetz acker (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 109). ca. 1700: ein placken in der osterwiß untig der gewesenen schinnt Kauth (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 164). ca. 1700: hinter astmans Heck oben ahn der sogenannten schinnt Kaut geleg(en) (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 269, ähnl. 355). 1722: Ein Morgen in der Dörrwieß oder bey der schint Kauth (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 956). – Von Palzer 1927, 199, als jetzt nicht mehr gebräuchlicher Flurname bezeichnet.  ÷ Hier wurde früher verendetes Vieh vergraben; zum Grundoer s. -> Kaute.
Schlittweg Am Schlittweg (GK 1965), mda. Åm Schliddweeg (Post 1987, 114). – 1500: Sliedwege (Quelle?, Palzer 1927, 198). 1591: Am Schlittweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 62). 1596 (Abschr. 1779): am schliedtweg (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326v). 1624: I Morgen wingert vnt acker vf der bennen zeugt vber den schlet weg (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). ca. 1700: ahm schlittweg, der diebspfad geht dadurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 27). 1722: Ein halber Morgen hinter der Kirch uf der hohl, stoßt uf den schlitweg (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 961). 1750: Acker an dem schlitweeg, stoßt uff die straß (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Eilf morgen an dem schlitweg (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1921). 1835: Schlittweg (Brouillon). 1835: Am Schlittweg (Brouillon). ÷ Ein weitverbreiteter FlN, benannt nach Wegen, die in der nassen Jahreszeit nicht mit dem Wagen, sonden nur mit dem Pflugschlitten befahren werden konnten.
Schornsheim Am Schornsheimer Weg (GK 1965), mda. Am Schornsemer Weeg; Rechts der Schornsheimer Hohl (GK 1965). – 1304: unu(m) jug(er) an schornsheim(er) wege in deme dale (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: an shornesheimere wege in ualle (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: duo jug(er)a an spizsheym(er) shornsheim(er) wege (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: ii. jugera an spizsheimer shornsheimer wege (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1577: Am Schornsheimerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 16, Nr. 45). 1593: am Schornstheimerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 73). 1620: Am Schornstheimerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 105). ca. 1700: im gelfelt Vntig der schornsh(eimer) hohl stoßt uf die schornsh(eimer) gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 98). ca. 1700: Vntig dem schornßh(eimer) Weg gerat gegen den Cohr [Chor der Kirche] ist im Effengarten (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 546, ähnl. 552). 1750: Weingarth in der Mentz obig dem schornsheimer weeg (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1835: Am Schornsheimer Weg (Brouillon). 1835: Rechts der Schornsheimer Hohl (Brouillon). ÷ Nach der Lage auf Schornsheim zu.
Schwengelborn – ca. 1700: Ein Hauß und hoff, bey dem schwengelborn, im oberen Dorff (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 136). ÷ Möglicherweise nur Appellativ, benannt nach einer Schwengelpumpe.
Seeb Zu Seeb (GK 1965), mda. In Seeb (Post 1987, 117). Links zu Seeb (GK 1965); Im Seeberloch (GK 1965), mda. Im Seewe
r Loch (Post 1987, 117). – 1260: Item in loco qui Sewe dicitur tria iugera (Landverkauf Peters von Gabheim und seiner Frau Herlindis an das Kloster Eberbach, Rossel: Eberb. Urkundenbuch 2, 1, Nr. 350). 1304: It(em) duo jug(er)a cu(m) dim(idiu)m zu sewe (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: item ii. jugera zu sewe (Baur 1860-73, II, Nr. 642). 1304: It. duo iugera cum dimidio zv sewe (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1410: funff morge(n) zu Sewe (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1564: zu Sewe an den 7 Morgen (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 33). 1587: Zu Sewe (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 55). 1592: zu Seebe (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 70). 1594: zu Seebe (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 74). 1596 (Abschr. 1779): VII Vierttheil zue Seebe (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327r). 1596 (Abschr. 1779): Item IIX Morgen zue Seebe, am Spießemer Weeg und Gemarck (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327r). V Viertheil zue Seebe 1665: zu Seeb (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 457). 1667: Ein viertel Pusch zu Seebh (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: Zu Söb vntig der prück vff der dörr Wiß genant ist etwaß hopfen gart(en) (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 102). ca. 1700: zu Söb im grundt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 17). ca. 1700: Wieß oben zu seeb (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 446). 1721: zu Seeb (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1750: zu seeb rechter hand dem grund ... zu seeb an dem rech ... hat einen holtzäpfelbaum ... einen schlechten bellenbaum (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: drey Virtel zu sieb [sic! 2x](Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1919). 1835: Zu Seeb (Brouillon). 1835: Links zu Seeb (Brouillon). 1835: Im Seeberloch (Brouillon). 1927: An der Seeber Brück (Palzer 1927, 153). ÷ Zu See 'stehendes Gewässer', wobei hier die ältere Flexion, mhd. Nom., sêwes Gen., sêwe Dat., vorauszusetzen ist, also zu Sewe Dat. Durch den Schwund des –e am Ende tritt –w in den Auslaut und wird, wie in Leeb 'Löwe' zu –b erhärtet.
sieben -> Morgen.
Silvanerstraße (moderner innerörtlicher Straßenname), s. -> Bacchusgasse.
Speiergarten – 1588: Ostern sey er aber mals In den Speier garten Zu Ir khomen (Hexenprozess 1588, HStA Darmstadt O1A, 41/9 Bl. 67v). 1588: Item daß sie vff den Zwanzig Morgen vnd Im Speyergarten gedanzt (Hexenprozess 1588, HStA Darmstadt O1A, 41/9 Bl. 194). 1596 (Abschr. 1779): 1 placken im Speyrgartten ist versteint (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 331r). 1625: im Speiergartten (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 112). 1667: Ein Pläckle(in) wiesen im Speyer garten (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: 2½ Viert(el) im Speyergarth(en) (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 231). ca. 1700: in den Speyer gärten stost vff den Dorff graben (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 309). ca. 1700: in den speyer garten der Eychgarten genant weil viel Eychbäum darauf stehen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1054). ca. 1700: hinder der Mühl obig den speyer gärten (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1012). 1750: in denen speyer gärthen [2x] (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1750: ein ohngefehr feldt obig denen Speyergärthen untig dem mühl platz (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Zwey Viertel in dem Speyer garten (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1919). – Von Palzer 1927, 199, als jetzt nicht mehr gebräuchlicher Flurname bezeichnet. ÷ Vielleicht zu Speierling 'Sperbenbaum 'Sorbus domestica'.
Spergarten – 1596 (Abschr. 1779): Ein pläcklein [Garten] im Spergarten gelegen ist versteint, oben die Cartheußer Herren, unden Hans Lichteyßen (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 329v). ÷ Nur einmal belegt, möglicherweise Abschriftfehler aus -> Speiergarten.
Spiesheim in:
Spiesheimer GemarkungAn der Spiesheimer Gemarkung (GK 1965), mda. In de Schbieseme
r Gemåårig (Post 1987, 111). – 1835: An der Spiesheimer Gemarkung (Brouillon). 1927: Auf der Spiesheimer Gemarkung (Palzer 1927, 198).
Spiesheimer WegDer Spiesheimer Weg (außerörtlicher Wegname) (GK 1965); Am Spiesheimer Weg (GK 1965), mda. Åm Schbieseme
r Weeg (Post 1987, 111). – 1304: duo jug(er)a an spizsheym(er) shornsheim(er) wege (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: It. II iugera an spiezheimer shornesheymer wege (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). ca. 1307: i½ iug. am Spiesheimer wege prope Hermannum pistorem (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1500: am Spiesheimerweg (Lehenbrief Weinheimer, zit. n. Palzer 1927, 159). 1556: an dem Spißheimer weg (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 22r). 1563: am Spießheimerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 31). 1592: Am Spießemerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 69). 1596 (Abschr. 1779): Item IIX Morgen zue Seebe, am Spießemer Weeg und Gemarck (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327r). 1596 (Abschr. 1779): 2 Morgen Weingart im Spiesemer weeg (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327v). 1596 (Abschr. 1779): II Morgen im Spiesemer wege das mittelst theil ist Weingart (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 329r). 1610: am Spießheimerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 97). 1750: an dem spiesheimer weg, vor zeiten Weing(arten) gewesen (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1835: Am Spiesheimer Weg (Brouillon).
÷ Benennung nach der Lage auf Spiesheim zu.
SpitalgasseSpitalgasse (innerörtlicher Straßenname) (GK 1965), mda. Spidálgass. – 1927: Spitalgasse (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86). ÷ Benannt nach dem ehemals hier befindlichen Spital. 1410: fünff morge(n) ackers an herestraßen baüme geforch des Spietales gude (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1589: Hauß vnd hoff, gelegen oben zue der Spittal, vnden zu Jacob Maurer (Zinsbeforchung HStA Darmst. O1A 38/5, 161r). "Bei einem Hausverkauf in dieser Straße im Jahre 1622 ist bemerkt, daß es sich neben dem Hospital befindet" (Palzer 1927, 89). 1775: Haußplatz und Hofraiden und Graßgarten nach Worms die Hospital gass  (Erneuerung Zinsverzeichnis HStA Darmst. O1A 38/5, 214v). 1778: in der spital gaß 3 stein gesetzt (Gemeinderechnung Belege Steinsetzung, HStA Darmst. M21 Gabsheim A 105). Das Dalberger Mittelhofgut besitzt um 1720 einen Acker zu Seeb an der Spießheimer Gemarkung, der neben der Hospital Wiß liegt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 988).
Stettel Im Stettel (GK 1965), mda. Im Schdeddel (Post 1987, 112); Am alten Stettel (GK 1965). – 1304: item alterum dimidium juger an deme stetdale extendencia se in den holzweg (Baur 1860-73, II, Nr. 642, Palzer 1927, 116). 1304: anme stetdale zuhet herof nach deme holzwege (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: ex altera parte des stetdales (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: an deme stec dale extendentia se in den holzwec (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1304: ginsiite 'jenseits' des stetdales (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1307: iug. et dim. am Stetedale super ripam (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). ca. 1307: II iug. gegen dem Stedal ... I iug. prati an dem Stetdal apud dominum de Altavilla (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1410: Item ein halbe(n) morgen ackers an dem Stetdel (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1477: It(em) eyn zweitel wissen in dem stetdal ... It(em) eyne(n) morgen jenseit des stetdals (Verpfändung von Grundstücken Henchin Stulenbergers von Geyspitzheim für ein Kapital von 20 Gulden an Ketgin von Geyspitzheim, LA Speyer Bestand U 298 Urk. 55). 1556: 3 viertel Ackers im Stettel (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 21r). 1559: Item 2 Morgen im Stettell (Güter des Peter- und Paul-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 113v). 1566: Im Stetdel (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 16, Nr. 35). 1596 (Abschr. 1779): drey Viertheil im Steddel (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 329r). 1597: Im Steddel (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 19, Nr. 82). 1624: wießen im stettell (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1665: 2 Morg. zwisch. Stettel u. Bechtolsh.weg (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 457). ca. 1700: 1 Viertel Wingert im stettel (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 25). 1722: Zwey Morgen in dem städel, stoßt von dem Holtzweg in den Klauer (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 957). 1750: Wieß in dem stettell gantz unten im grund (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: drey Virtel in dem stedel (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1922). 1835: Im Stettel (Brouillon). 1835: Im alten Stettel (Brouillon). 1835: Am alten Stettel (Brouillon). Im Stettel (Palzer 1927, 198). ÷ Kompositum aus stete 'allmählich, gemach' (vgl. mhd. stetelîch) und Tal, weil das Tal sehr flach ist.
Stettelacker – 1558: Im Stettelacker (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 23).
Stettler Born/Brunnen Am Stettler Brunnen (GK 1965), mda. Im Schdeddele
r Brunne. – 1596 (Abschr. 1779): II Morgen im Stedler Born (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 328r). 1596 (Abschr. 1779): II Morgen am Stedler born (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 329v). 1604: Im Stettlerborn (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 90). ca. 1700: vff die gewant die an den stettlerborn stoßt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 10). ca. 1700: In dem stättel bey dem stättler born - ist ein pfütz acker (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 55). 1722: im städell bey dem städdler born (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 959). 1750: an dem stettler born (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: zwey morgen an dem stettler Born (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1918). 1835 Am Stetteler Brunnen (Brouillon). 1927: Am Stetteler Brunnen (Palzer 1927, 198). – Kompositum aus stete 'allmählich, gemach' (vgl. mhd. stetelîch) und Tal, weil das Tal sehr flach ist.
Stettler Grund Im Stettler Grund (GK 1965); 1835: Im Stettlergrund (Brouillon). Im Stetteler Grund (Palzer 1927, 198).
Stettler Weg – Am Stettler Weg (GK 1965), Åm Schdeddele
r Weeg (Post 1987, 112); Im Stettler Weg (GK 1965); Am alten Stettler Weg (GK 1965); Im alten Stettler Weg (GK 1965). – 1410: an dem Stetelre Wege (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1549: Am Stettlerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 14, Nr. 20). 1550 (Abschr. 1720): in dem Stetteler Weg (Bruderschaftsgut, zit. n. Palzer 1927, 147). 1592: Im Stettlerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 68). 1589: Hinter dem alten Stittelerwege (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 56). 1596 (Abschr. 1779): am alten Stedtler wege (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326r). 1606: Am alten Stettlerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 95). 1667: obig dem alten Stettelweg (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: In dem stettel stoßt vff den Klauer undt get der stettler weg dadurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 18). ca. 1700: obig dem alten stettlerweg im grundt ist Kappes acker (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 18). 1721: im alten Stettlerweg (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1722: Drey Morgen ahn dem Holtzweg geht der alte städtler weg dadurch (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 956). 1750: an dem alten stettler Weg (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Ein morgen aus dem alten stettlerweeg (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1918). 1835: Im Stettler Weg (Brouillon). 1835: Am Stettler Weg (Brouillon). 1835: Am alten Stettlerweg (Brouillon). 1835: Im alten Stettlerweg (Brouillon). Am Stettlerweg (Palzer 1927, 198).
Stettler Weingart – 1722: ahn dem Holtzweg, bey dem städler Weingart (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 956).
Stielwiese – mda. In de Schdielwiss (Post 1987, 112). ca. 1700: Kappes acker in der osterwiß vntig der stielwiß stost vff den gemeinen weg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 115, ähnl. 803). ca. 1700: Wiß vntig dem Effen garten die stielwiß genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 967). In der Stielwiese (Palzer 1927, 198, handschr. Nachtrag). ÷ Zu Stiegel 'Steigbrett zum Übersteigen eines Zauns', hier vielleicht des ehemaligen Dorfzauns oder einer Gartenanlage.
StorchengasseStorchengasse (innerörtlicher Straßenname) (GK 1965), mda. Storschegass. – 1927: Storchengasse (historischer Dorfplan, Palzer 1927, 86).
Straße – ca. 1307: V iug. super stratum apud clericum dictum Anze (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1550 (Abschr. 1720): stößt uf die Straß (Bruderschaftsgut, zit. n. Palzer 1927, 147). 1559: Item 3 Morgen oben ahn der Straßen, zihen vff die Bibelnheimer gemarckh (Güter des Peter- und Paul-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 113v). 1624: II Morgen ziegen vber den werstadter weg vnt stoßen vff die straß (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). ca. 1700: ½ Morgen ahn der straß über dem schlitweg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 27). ca. 1700: ahn der straß zu Seeb, die straß geht dardurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 698). 1722: Drey Morgen ahn der straß, stoßt von oben herunter uf die straß (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 962). ÷ Nach Palzer 1927, 198 identisch mit der -> Saulheimer Straße, früher auch -> Heerstraße.
Stubberg Auf den Stubberg (GK 1965), mda. Åm Schdubbeerig (Post 1987, 103). – 1534: Auf dem Stupberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 14, Nr. 13). 1549: auf dem Stupberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 14, Nr. 20). 1564: auf dem Stupberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 32). 1600: auf dem Stubberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 83). 1627: Auf dem Stupperg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 118). ca. 1700: Vff dem stupberg vntig dem altzer pfadt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1009). 1721: auf d. Stubberg (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1835: Auf dem Stubberg (Brouillon). ÷ Nach einer ehemaligen Brunnenstube?
Tal Im Thal (GK 1965), mda. Im Daal (Post 1987, 72). – 1304: unu(m) jug(er) an schornsheim(er) wege in deme dale (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: an shornesheimere wege in ualle (lat. vallis, Dat./Lokativ valle 'Tal') (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: an shornesheymer wege in valle (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1549: Im Dhale (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 14, Nr. 19). 1570: im Thal (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 16, Nr. 36). 1600: im Thal (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 85). 1667: Ein Pläckle(in) Apffel garten im dhal (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: In dem thol obig dem dohlpffadt ist ein Kurtz gewentgen (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 23). ca. 1700: Im thal am prüngen [Brünnchen] (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 139). ca. 1700: im Thal bey dem brüngen vntig dem dalpfadt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 283). 1835: Im Thal (Brouillon). 1927: Im Tal (Palzer 1927, 198). ÷ Benennung nach der Lage in einem Talgrund.
Talbach Der Talbach (Palzer 1927, 117). Vom Tal ausgehender, nach Undenheim zu fließender Bach; Vgl. Gelbfelder Bach (unter -> Gelbfeld).
Talpfad Am Thalpfad (GK 1965). – 1304: It(em) tr(i)a jug(er)a an deme dalpade (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22).1304: item iii. jugera in deme dalpade (Baur 1860-73, II Nr. 642, Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). ca. 1307: dim. am Dalpade prope Heinricum de Berhtolfsheim (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1585: am Dalpfad (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 17, Nr. 51). 1596 (Abschr. 1779): VII Viertheil im dalpfadt Wüst acker (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 329r). 1625: im Thalpfadt (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 113). ca. 1700: hinder der Kirch stöst vff den Mäntzer [Weg] vndt vff den Dalpfadt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 11). ca. 1700: Wingert hinter der Kirch obig dem Thalpfad, stoßt uf den schlitweg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 76). 1721: am Thalpfadt (Grundbesitz Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 175). 1750: an dem dhalpfad (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: drey Virtel im thal pfath (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst.
Best. F 2 Nr. 136, S. 1920). 1835: Am Thalpfad (Brouillon). 1927: Am Talpfad (Palzer 1927, 198).
Talwiese – ca. 1700: in dem Thal die Thalwiß genant ist jetz acker (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1081).
Taubenrech Am Taubenrech (GK 1965), mda. Åm Dauweresch und Åm Dauweresche
r Heelje (Post 1987, 72). – 1558: am Daubenrich (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 23). ca. 1700: in dem Kurtzgewentgen vntig dem Daubenrech (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 25). ca. 1700: Untig dem Dauben rech im Kügenn genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 40). ca. 1700: Ein Viertel wingert und acker im Taubenrech (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 69). ca. 1700: im Thal vntig dem Daubenrech (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 334). 1835: Am Taubenrech (Brouillon). 1927: am Taubenrech (Palzer 1927, 157, 198). ÷ Bestimmungswort wohl zu Taube, zum Grundwort s. -> Rech.
Teufelsbrünnchen – mda. Daiwelsbrinnelsche (Post 1987, 72). ÷ Volkstümliche Benennung nach der düsteren Lage oder der nur periodischen Ausschüttung.
Ulmenstraße (innerörtlicher Straßenname), ab ca. 1960. ÷ Benannt nach den Ulmen, die den ehemaligen Dorfgraben umstanden, bis sie in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts dem Ulmenkäfer zum Opfer fielen.
Umgang Auf dem Umgang (GK 1965), mda. Åm Imgång (Post 1987, 91). Wörtl. Ümgang, eine Umlautform zu Umgang. – 1410: Item eine(n) morge(n) an dem vmbegange (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1500: am Umbgang (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 13, Nr. 4). 1556: 4 morgen am vmbgang ... 3 morgen wenngarrt am vmbgang (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 22v). 1588: es sei wahr, daß fernt in Irem Wingart, genant Im Vmbgang zu Ir khommen sei ein Schwarzer man (Hexenprozess 1588, HStA Darmstadt O1A, 41/9 Bl. 102R). 1596 (Abschr. 1779): das dritte Theil aus den 7. Morgen im Umgang (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327r, 328v). 1601: Auf dem Umbgang (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 86). 1624: 1 Morgen acker im Vmbgang (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1625: auf dem Umbgang (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 109). 1625: im Umbgang (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 115). 1665: im Umgang (Beschreibung Michels-Altargut, zit. n. Palzer 1927, 457, 458). ca. 1700: Vffm Vmbgang ist etwas Wingert stoßt vff den Herrnberg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 31). ca. 1700: Wingert uffm Umbgang der Diebpfad geht dadurch (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 304). 1722: Zwey Morgen uf dem Umbgang, stoßt uf die schornßheimber gemark vnd geht der diebpfad dadurch (Verzeichnis Schützengut Gabsheim, HStA Darmst. Best. F2, Nr. 83/1, 963). 1835: Auf dem Umgang (Brouillon). 1927 Auf dem Umgang (Palzer 1927, 199).
Unterort Vor dem Unterort (GK 1965). – 1835: Vor dem Unterort (Brouillon). ÷ Umgang an der Gemarkungsgrenze.
UnterpforteAn der Unterpforte innerörtlicher Straßenname, mda. An de Unnerpoord. – ca. 1700: Vor der Unter pfort stoßt heruff vff den gemeine Weg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 25). ca. 1700: garten vor der Unterpfodt am dorffgraben vndt am weg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 72). ca. 1700: Ein placken Kappesbort vor der Unteren pfort (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 90). ca. 1700: Vor der Unterpfordt an der hinter bach genant (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 166). ca. 1700: Vor der Unternpfort ahn der hinterbach genannt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 216, ähnl. 413). ca. 1700: Vor der Unterpfodt an der Kegelban (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 326, ähnl. 398, 664). ca. 1700: ein verdorben garten vor der Unterpfordt gegen der Kegelban (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 686). ca. 1700: vor der Unterpford ahn der Kegelbahn (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 882). ca. 1700: vor der Unter pfordt Wißen garten undt Kappes bordt (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 469). 1927: Vor der Unterpforte (Palzer 1927, 199). Heute auch innerörtlicher Straßenname. ÷ Die Unterpforte befand sich da, wo heute die Hauptstraße auf die Durchgangsstraße trifft. Zur Konstruktion s. -> Oberpforte.
UnterweedDie Unterweed (Palzer 1927, 90). ÷ Ehemalige Wasserstelle in der Kirchgasse. Vgl. -> Oberweed; zum Grundwort s. -> Weed.
Vielmarswiese –> Förmeswiese.
Vogelgesang Im Vogelgesang (GK 1965). – 1835: Im Vogelgesang (Brouillon). Heute innerörtlicher Straßenname "Zum Vogelsang", ab ca. 1998, für das kleine Neubaugebiet im Zwickel zwischen der Goldbach und der Straße nach Bechtolsheim. ÷ Auch andernorts bekannter Flurname, Bezeichnung für Örtlichkeiten, in denen viele Vögel anzutreffen sind.
Wäschbach – 1773: die alte Wäschbach (Vertrag, in dem die Gemeinde dem Dorfherren Dalberg ein Stück Land zum Anpflanzen von Maulbeerbäumen überließ, Palzer 1927, 203). ÷ Ursprünglich wohl ein Waschplatz am Bach.
Weed – 1583: Item ein Weg zwischen dem Weedgarten und Herrngarten geht biß an die alt Weed (Schöffenweistum, zit. n. Palzer 1927, 375). 1620: Haus gegenüber der obersten Weden, zwischen Obrigkeit und Hans Haan (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 105). ÷ Das Bestimmungswort Weed bezeichnet im rheinfränkischen Dialekt kleinere Wasserstellen, Teiche, Pferdeschwemmen u. ä. innerhalb von Ortschaften, etymologisch zu waten.Vgl. -> Ober-, Unterweed.
Weedgarten – 1583: zwischen dem Weedgarten und Herrngarten (Schöffenweistum, zit. n. Palzer 1927, 375).
Weg -> Burg-, Erbes-, Hohl-, Holz-, Schlittweg und Biebelnheim, Odernheim, Schornsheim, Spiesheim, Wörrstadt.
Weiden -> Asmanns-, Aspitzweiden.
Weiher Im Weiher (GK 1965), mda. Im Waihe
r (Post 1987, 119). – 1596 (Abschr. 1779): V Viertheil ongefer aufm Weyher die dure Wieß zeug mit dem waßer graben unden zue der gemein wegk (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 331r). ca. 1700: Wiß bey dem obersten Weyer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 67). ca. 1700: Wiß hinter der Mühl vntig dem obersten Weyher (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 183). ca. 1700: hinder der mühl obig dem Weyer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 951). ca. 1700: acker vndt Wiß an dem Effenrech bey dem Weyer (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1021). ca. 1700: der mühl platz sambt dem vntersten Weyher (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1022). ca. 1700: Wiß bey der mühl stost wider den vndtersten Weyher (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1053). 1750: Wieß untig dem obersten weyer ... der große Weyer (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: Der große weyer ... Halt Ein morgen; unter dem großen weyer (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1922). 1775: hinter der Mühl obig dem pfad stost an den großen Weyer (Erneuerung Zinsverzeichnis HStA Darmst. O1A 38/5, 216). 1835: Im Weiher (Brouillon). 1927: Im Weiher (Palzer 1927, 199). 1770: drey Virtel den Kleinen weyer genant(Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1922). ÷ Der große (oberste) Weiher, 1¼ Morgen groß und ca. 1775 trockengelegt, lag im Haselbusch, der kleine Weiher lag davon unterhalb und staute das Wasser für die Mühle (Palzer 1927, 117).
Weihergarten – mda. Im Waihe
rgååde (Post 1987, 119). ÷ Ehemaliger parkähnlich angelegter Garten der Familie Senfter mit einem kleinen Weiher zwischen Spitalgasse und Goldbach, heute bebaut.
Weihergasse (innerörtlicher Straßenname) ab ca. 1970, markiert in etwa den Verlauf des ehemaligen Dorfgrabens zwischen Hauptstraße und dem ehemaligen Mühlweiher.
Weiler – 1304: It(em) alte(rum) dim(idium) jug(erum) zu wilre (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1304: item alterum dimidium juger zu wilre (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: It. alterum dimidium iugerum zv wilre (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). ca. 1307: iug. et dim. vf der Wilre apud canonicos sci Petri (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1410: Item vier morge(n) ackers zu Wilre (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). ÷ Später nicht mehr bezeugter Name für ein Gehöft, ehemalige Hofstelle einer Römervilla?
Weißer Berg – ca. 1307: III iug. ufer Weißer berge vf der Herstraßen apud Johannem dictum militem (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). ÷ Möglicherweise verlesen aus *Wester berge; jedenfalls liegt der Westerberg in der Nähe der Saulheimer Straße (=Heerstraße).
Westerberg Am Westerberg (GK 1965), mda. Uffm Weschde
rbeerig (Post 1987, 120). – ca. 1700: 1 Morgen auf dem Westerberg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 543, ähnl. 692). ca. 1700: Vff dem Wester berg stost vff das hölgen [kleiner Hohlweg] (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 599). 1835: Am Westerberg (Brouillon). 1927: Am Westerberg (Palzer 1927, 199). ÷ Das Bestimmungswort zu wester 'westlich' so wie oster (in -> Osterwiese) 'östlich'.
Wiese -> Breit-, Dörr-, Förmes-, Kohl-, Lang-, Ochsen-, Oster-, Rohr-, Stiegel-, Vielmars-, Wingertswiese.
Wilre -> Weiler.
Wingertsberg – 1410: nune fiertel ackers off dem Wingarts berg (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1562: Ein Zweiteil weingarten vf dem wingart berg (Bestandsbrief Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1589: Acker vf dem Weingartsberge (Zinsbeforchung HStA Darmst. O1A 38/5, 163v). 1592: auf dem Weingartsberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 18, Nr. 68). 1596 (Abschr. 1779): V. Vierttheil aufm Weingarths Bergh (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 327r). 1596 (Abschr. 1779): aus den dritthalben Morgen im Wingartsberg (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 328v). 1600: auf dem Wingertsberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 83). 1611: An der Wingartswiesen u. dem Wingartsberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 98). 1667: vffm Wingertsberg (Besitzverzeichnis Ch. Wüllenberger, HStA Darmst. O1A Nr. 45/5). ca. 1700: Vff dem Erbes berg gegen den Wingerts berg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 490). ca. 1700: ½ Morg(en) acker uffm Wingerts berg, obig dem holweg (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 75, ähnl. 441). ÷ Vgl. -> Wingertsgewann.
Wingertsgewann In der Wingertsgewann (GK 1965), mda. In de Winge
rdsgewånn (Post 1987, 120). 1835: In der Wingertsgewann (Brouillon). 1927: In der Wingertsgewann (Palzer 1927, 199). – Seit ca.1820 kein Weinbergsgelände mehr (Palzer 1927, 117), Soll nach Palzer 1927, 199 identisch mit dem -> Wingertsberg sein. ÷ Bestimmungswort zu mhd. wingart 'Weingarten'.
Wingertswiese – 1611: An der Wingartswiesen u. dem Wingartsberg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 21, Nr. 98).
Winkel Zu Winkel (GK 1965), mda. Se Winkel (Post 1987, 120); Am Winklerberg (GK 1965); Der Winklerweg (außerörtlicher Wegname) (GK 1965); Am Winklerweg (GK 1965), mda. Åm Winkle
rweeg (Post 1987, 120). – 1260: duodecim iugera et dimidium videlicet in Winkele (Landverkauf Peters von Gabheim und seiner Frau Herlindis an das Kloster Eberbach, Rossel: Eberb. Urkundenbuch 2, 1, Nr. 350). 1260: in Winklerewege quattuor jugera preter quartale (Landverkauf Peters von Gabheim und seiner Frau Herlindis an das Kloster Eberbach, Rossel: Eberb. Urkundenbuch 2, 1, Nr. 350). 1304: item alterum dimidium juger zu winkele (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: zv winkele (Rossel: Eberb. Urkb. 2, 2, Nr. 610). 1304: zu winkele (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). ca. 1307: alterum dim. iug. ze Winkele apud dominum Marcwardum militem (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1370: fünfzehn Morgen Ackers zu Winkel (Lehenbrief Heinr. II von Sponheim, zit. n. Palzer 1927, 158). 1410: anderhalben morgen ackers zu Winckel (Hermann von Geispitzheim verkauft Korngülte, HStA Darmst. B 15/129). 1436: zu Winckel und an dem Winckeler Wege (Güterverpfändung Hamman und Jutta, HStA Darmst. Best. A 2 Nr. 63/1). 1500: zu Winkel (Lehenbrief Weinheimer, zit. n. Palzer 1927, 159). 1500: Zu Winkel (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 13, Nr. 4). 1550 (Abschr. 1720): zu Winkel (Bruderschaftsgut, zit. n. Palzer 1927, 147).1549: am Winklerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 14, Nr. 20). 1550 (Abschr. 1720): am Winklerweg (Bruderschaftsgut, zit. n. Palzer 1927, 147). 1562: im Winklerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 15, Nr. 30). 1562: drey Morgen ahm Winkeler weeg stoßt vf die Saulheimer straß (Bestandsbrief Klosterhof Tiefenthal, HHSt 1835: Auf der Wörrstadter Gemarkung (Brouillon).A Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1579: Auch dasselbig gericht (nämlich Hals- und Malstatt) vff gemelten tag (Pfingstdienstag 1545) zu winckel vffgericht (Gabsheimer Weistum, HStA Darmst. Best. O 1 A, Nr. 19, Bl. 54v). 1596 (Abschr. 1779): Acht halbe Morgen in den fünfzehen morgen zue Winkel geforcht Schlitzweg (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 325r). 1596 (Abschr. 1779): VIII Morgen aus den 16 Morgen im Winkeller Wege (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326r). 1596 (Abschr. 1779): VII Vierttheil zue Winkel liegt halb wüst (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 326v). 1600: zu Winkel (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 20, Nr. 83, 84). 1624: III Morgen am winckeller weg stoßen vf die Saulheimer straß (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). 1625: im Wincklerweg (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 22, Nr. 107). 1627: zu Winkel (Urk. Regesten Pfarrei Gabsheim, zit. nach Hötzel 1935, S. 23, Nr. 118). ca. 1700: zu Winkel bey dem galgen stoßt vff bibelheimer gemarck (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 1028). ca. 1700: Zu Winckel vndt stet daß hochgericht darauf (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 978). 1746: Acker, am Winklerweg gelegen (Testament C. Ph. v. Geispitzheim, zit. n. Palzer 1927, 243). 1750: an dem Winkler weeg, dieser weeg gehet dadurch und stoßt uff die straß nach wormbs (Liegenschaften Fam. v. Geispitzheim, HStA Darmst. Best. F 2, Nr. 83/1 [28]). 1770: an dem winkler weeg (Güter der Frau von Yrsch, HStA Darmst. Best. F 2 Nr. 136, S. 1920). 1835: Zu Winkel (Brouillon). 1835: Winklerweg (Brouillon). 1835: Am Winklerberg (Brouillon). 1835: Am Winklerweg/Winkler Weg (Brouillon). ÷ Gelände im Winkel zwischen den Grenzen der Gemarkungen Biebelnheim und Spiesheim.
Wörrstadt in:
Wörrstadter LanggewannWörrstadter Langgewann (GK 1965); An der Wörrstadter Langgewann (GK 1965). – 1835: In der Wörrstädter Langgewann (Brouillon). ÷ Bezeichnung nach der Lage und Länge der betreffenden Felder.
Wörrstadter Mark/Gemarkung
An der Wörrstadter Gemarkung (GK 1965), In de
rrschdedder Gemåårig (Post 1987, 119); – 1304: in marka Werstad (Baur 1860-73, II Nr. 642). 1304: in wersteden marcken (StA Würzburg Stift St. Alban Mainz, Urk. 1304 Mai 22). 1370: 1½ Morgen Wersteden Marken (Lehenbrief Heinr. II von Sponheim, zit. n. Palzer 1927, 158). 1556: vff die Wehrsteder gemarck (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 22r). 1835: Auf der Wörrstadter Gemarkung (Brouillon). ÷ Lage an der Gemarkungsgrenze zu Wörrstadt.
Wörrstadter Pfad – 1596 (Abschr. 1779): II Morgen im Würstadter pfadt (Teilungsbrief Elis. v. Geispitzh., HStA Darmst. Best. O1A Nr. 39/12, 330v).
Wörrstadter WegDer Wörrstadter Weg (außerörtlicher Wegname) (GK 1965); Am Wörrstadter Weg (GK 1965), mda. Åm Wä
rrschdedder Weeg (Post 1987, 119). – ca. 1307: VI iug an werstedder wege apud canonicos sci Petri (Güterrotul d. Kl. Tiefenthal, zit. nach Roth, F.W.E. III 304). 1436: an dem Wersteder wege (Güterverpfändung Hamman und Jutta, HStA Darmst. Best. A 2 Nr. 63/1). 1556: am Wehrsteder Weg (Güter des Michael-Altarguts, HStA Darmst. Best. O1A, 49/16, 22r). 1624: II Morgen ziegen vber den werstadter weg vnt stoßen vff die straß (Besitz Klosterhof Tiefenthal, HHStA Wiesb. Abt. 87 Nr. 683). ca. ca. 1700: ahm Werstadter Weg, stoßt von oben herunter uf die straß (Flurbuch, HStA Darmst. M21 (Gabsheim) A 19, 27). 1835: Am Wörrstadter Weg (Brouillon). ÷ Weg in Richtung Wörrstadt.
zwanzig -> Morgen.
zwölf -> Morgen. 

 Nächstes Kapitel

© Rudolf Post, April 2015

Zur Startseite